Quad für den einsatz in Süd-Asien

  • Leider habe ich wie viele Neulinge hier keine Erfahrung mit Quad/ATV fahrzeugen, aber erst einmal was zu mir…

    Ich bin Fabian und junge 24 Jahre alt, 172 groß und 60kg leicht. Derzeit bin ich Deutschland, gehe aber ende des Jahres - Anfang nächsten Jahres – wieder nach Asien. Ich arbeite dort in der Entwicklungszusammenarbeit in Nepal. Da ich letztes Jahr schon dort war und leider nicht so mobil war wollte ich mir hier in Deutschland ein Quad zulegen und das nach Indien verschiffen lassen. Von dort aus soll es erst für ein Halbes Jahr nach Nepal gehen und dann in weitere Asiatische Länder. Deshalb auch ein Quad mit deutscher Zulassung, macht das Reisen über die Landesgrenzen einfacher als wenn ich in Indien eins kaufe. Klar sind die Verschiffungskosten nicht so gering aber das macht man nur einmal im Leben ;).

    Fahren will ich dort auf den „Straßen“ , obwohl ich das nicht Straße nennen würde sondern eher sehr schlechter Feldweg. Es soll in Asien als mein Alltagsfahrzeug dienen und wird bei Wind und Wetter gefahren. Am besten wäre auch ordentlich Stauraum da ich dort auch in den ländlichen Gebieten mal Baumaterial fahren muss für meine Organisation. Glücklicherweise bin ich technisch recht begabt und kann auch selber an dem Quad schrauben. Trotzdem würde ich gerne ein Gerät kaufen das möglichst robust ist, und mir möglichst wenig probleme bereitet. Wichtige ersatzteile würde ich aus deutschland mitnehmen, kann ich mir bei Bedarf aber auch schicken lassen. Mal schauen was hier so die Meinung und Erfahrung ist.


    Nochmal in Kurz:


    - 1 Fahrer 24 Jahre 172cm und 60kg (evtl fährt auch mal jmd anderes mit. Asiaten sind aber eher klein und leicht)

    - Offroad und “Straße“

    - Regen und Sonnenschein

    - Alltags und Transportfahrzeug

    - Robust und Wartbar

    - Automatik (Schalter würde auch gehen)

    - Gebraucht voll ok

    - 500ccm+ ( am besten 750+)

    - 5-7 Tausend ist das Budget


    Freue mich auf eure Rückmeldungen ::)

    Grüße von der Ostalb

    Fabian

  • Da Zuverlässigkeit auch mein wichtigster Punkt für die Auswahl war, habe ich mich für die 700 Grizzly von Yamaha entschieden. Die 700 Kodiak wäre genauso zuverlässig. Riemenwechsel erst ab 20.000 km z.B. Leider habe ich erst 1600 km weg, deshalb kann ich da keine persönlichen Erfahrungswerte liefern. Ersatzteile gibt es ggf. auch in Nepal. Vorher bei Yamaha anfragen.

    Nur mit dem Budget haut das nicht ganz so hin. Neu sind die Yamaha ATV deutlich teurer als 7.000 Euro. Gebraucht nicht unbedingt leicht zu bekommen.


    Gibt es keine Quads in Tibet?

    Gehört doch politisch zu China (Zum Leidwesen der Tibeter). Und die Chinesen bauen doch auch ne Menge Quads ....

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  • Danke für eure Rückmeldungen.

    Nepal und Tibet sind 2 verschiedene Länder. Noch ist Nepal unabhängig und ist eher an Indien angegliedert. Aufgrund der Einfuhrsteuer auf Fahrzeuge von 200% fahren in Nepal keine Quads/ATV herum. Davor kaufen die sich einen Jeep oder Auto, das kostet dort quasi das gleiche.

    Die Yamaha wären auch meine erste Wahl liegen leider außerhalb meines Budgets fangen ja erst bei 7000+ an, da bin ich mit Verschiffen und genehmigen über meinem Gesamtbudget.

    Die Kingquads von Suzuki wären jetzt auch vorerst meine erste Wahl gewesen, noch nicht so viel schlechtes gelesen und preislich innerhalb dessen was ich stemmen kann.

  • Weiß auch nicht, wie ich auf Tibet gekommen bin, wenn Du Nepal schreibst. :/


    Mein Nachbar hat noch ein Quad, das für den Notfall mit der Hand angeworfen werden kann. Ich glaube, ein KVF 360 von Kawasaki. Auch äußerst robust und gut gebraucht zu bekommen. Leider keine 700 ccm.

  • ich würde dir empfehlen, mal vor ort nachzufragen, welche quads überhaupt dort rumfahren. das ein oder andere wird schon dabei sein.

    auch welche roller da fahren, denn die sind oft gleich von der motoren-/antriebstechnik. wer bei der roller cvt einen riemen tauschen kann, kann dies auch beim quad.


    die antwort von yasuniracing kann ich 100%ig zustimmen: robust und möglichst wenig elektronik. oder wenn dann, dann nur mit entsprechender software ausgestattet, mit der du fehler auslesen kannst. sensoren kannst du dir dann innerhalb von drei/vier tagen per dhl oder adac nach kathmandu schicken lassen.


    absolutes high-tec verbietet sich da fast, weil das keiner dort reparieren kann. etwas ahnung von der technik solltest du schon haben, geh mit deiner karre mal zu einer werkstatt und lass dir alles erklären, bzw. schau denen ein paar tage über die schulter.

    auch würde ich dir kein neuestes modell mit kinderkrankheiten empfehlen. eher etwas älter, dafür ausgereift.

    auch langen für deine zwecke max 500ccm aus (natürlich wäre mehr gut, aber 350 bis 500 reicht aus)

    ein atv würde ich einem quad vorziehen, allein aus robstheitsgründen (baumaterial ziehen zb., auch die strassen werden nicht westeuropäischen standard haben). allrad muss m.e. nicht sein, werden aber die meisten haben.

    also ein bewährtes atv mit 4-500ccm mit beherrschbarer technik.

    da fällt mir neben kingquad auch noch honda ein (da darf es ruhig die 500er sein. absolut zuverlässig mit ganz wenig problemen, allerdings seltener in deutschland, evtl. noch vor dem brexit aus uk bestellen)

    auch kymco stellt robuste atvs her, die mxu 500 wäre da zu nennen und auch budgetmässig würde die gebraucht passen.


    wenn du eine 500er canam für schmalen taler bekommen könntest, wärst du auch gut bedient.


    lass dir bitte keine 1000er maschinen anraten von menschen, die noch nie mit einem atv ausserhalb von europa auf fernreisen unterwegs waren.

  • Moin,

    kann ich wuestenquad nur zu stimmen, du solltest so viel wie möglich selbst reparieren können. Es muss eigentlich ein ATV sein, schon allein von den Möglichkeiten Werkzeug und etwas Ersatzteile mitnehmen zu können. (Ersatzriemen, Öl, Zündkerze, Reservekanister, Kabelbinder ....) Elektronik is ne feine Sache, aber da könntest du bei Reparaturen schon Probleme bekommen. 1000er Maschinen sind allein vom Verbrauch und Verschleiß keine gute Wahl.

    mal vor ort nachzufragen, welche quads überhaupt dort rumfahren

    das halte ich auch für ganz wichtig!!!

    der Manni

    :Hallo:

  • Danke nochmals für die Rückmeldungen. Zuerst meinte ich mit Quad natürlich ein ATV, die Straßendinger gefallen mir schon vom Design her nicht :P.

    ich würde dir empfehlen, mal vor ort nachzufragen, welche quads überhaupt dort rumfahren. das ein oder andere wird schon dabei sein.

    auch welche roller da fahren, denn die sind oft gleich von der motoren-/antriebstechnik. wer bei der roller cvt einen riemen tauschen kann, kann dies auch beim quad.

    Da ich schon 10 Monate in Nepal war weiß ich, dass es dort gar keine Quads gibt, sonst würde ich mir tasächlich überlegen dort eins zu kaufen.

    Aber die Einfuhrsteuer auf KFZ im Land ist derart hoch, dass sich der Preis locker mal verdoppelt, das kann sich keiner leisten.

    Motorräder/Roller werden da die üblichen Verdächtigen gefahren: Yamaha, Hero(Honda), Aprillia, Suzuki und Royal Enfield. Fast alles 150-200ccm Maschinen, größer gibts wenig dort.


    robust und möglichst wenig elektronik. oder wenn dann, dann nur mit entsprechender software ausgestattet, mit der du fehler auslesen kannst.

    Sehe ich genau so, wie schon geschrieben wurde "Traktortechnik", würde sogar auf ne Servo verzichten. Alles was kaputt gehen kann weglassen! Wie ist das mit Servolenkungen bei ATVs? Ist das Gerät noch steuerbar wenn die Servo ausfällt? Beim Auto wird das ja schwer.


    sensoren kannst du dir dann innerhalb von drei/vier tagen per dhl oder adac nach kathmandu schicken lassen.

    Meine Erfahrungen mit dem Postsystem in Nepal sagt da eher: Nope.

    Es gibt kein wirkliches System dort und wenn man was schicken lässt, vor allem aus Europa ... da kommt da nix an. Ersatzteile könnten mir nur unsere Volontäre mitbringen die alle zwei Monate im Austausch anreisen.

    etwas ahnung von der technik solltest du schon haben, geh mit deiner karre mal zu einer werkstatt und lass dir alles erklären, bzw. schau denen ein paar tage über die schulter.

    Ich habe glücklicherweise Automechaniker und Zweiradmechaniker in der Familie und bin selbst gelernter Elektrotechniker. Mein Plan wäre alle Verschleissteile selbst zu wechseln bevor ich nach Indien gehe um einfach auch zu wissen wo was sitzt und wie ich am besten hinkomme.

    strassen werden nicht westeuropäischen standard haben). allrad muss m.e. nicht sein, werden aber die meisten haben.

    Absolut nicht, die durchschnittliche Geschwindigkeit auf den Landesstraßen geht so gegen 10-30 km/h. Die Straßen sind eher übele Hubbelpisten 20-30cm tiefe Schlaglöcher sind Tagesordnung. Die Highways die die großen Städte verbinden kann man mit max 80km/h befahren- aber das ist schon sehr lebensmüde.

    Allrad sollte schon sein -> Im Monsun sind die Straßen meistens 10cm+ Matsch und ich muss auf den Routen zu unseren Hauptprojekten durch einige Flüsse.

    Leute, das ist unglaublich basic dort, mit nichts zu vergleichen. Außer vielleicht mit Offroadparks oder mittelalterlichen Straßenverhältnissen.

    IMG_20190112_122621.jpg

    Mal als Impression, das ist eine durchschnittliche Landstraße.

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    Und so werden die Straßen gebaut. Der Teil ist quasi fertig, 5 min später ist da ein Jeep durch.

    IMG_20181129_082259.jpg

    Das ist die Hauptstraße zu einem unserer Projekte. Die geht am Flussbett entlang und immer wieder durch den Fluss durch. Hier von einem Bussdach herunter fotografiert.


    Also so wie es aussieht schaue ich mich mal nach ATVs um:


    - gebraucht
    - 500-750ccm

    - Honda, Suzuki oder Yamaha


    In der Nähe steht ein Kymco MXU 500 von 2010 und ne KingQuad 750 von 2009, die werde ich mir die Tage mal anschauen.

  • Meine Erfahrungen mit dem Postsystem in Nepal sagt da eher: Nope.

    Es gibt kein wirkliches System dort und wenn man was schicken lässt, vor allem aus Europa ... da kommt da nix an. Ersatzteile könnten mir nur unsere Volontäre mitbringen die alle zwei Monate im Austausch anreisen.

    das läuft auch meistens nicht per post an deine wohnadresse, sondern bis zum zoll am flughafen.

    dort musst du es dannvor ort aus dem zoll holen.

    aber wenn dir die voluntäre e-teile mitbringen können, umso besser, weil zuverlässiger.

    wenn du 10cm tiefen matsch fahren musst, ist allrad sicherlich besser, aber meiner erfahrung nach geht das auch notfalls ohne, sagen meine erfahrungen zumindest aus afrika.

    die von dir angepeilte kingquad halte ich für sinnvoller als die kymco, obwohl die auch zuverlässig ist.

  • Habe mir mittlerweile folgende ATV angeschaut:


    700ccm KingQuad LT-V, BJ 2006 , 4500km für 4500€ mit LoF Zulassung ohne Winde,

    750ccm KingQuad LT-A, BJ 2008 , 21500km für 5500€ mit LoF Zulassung mit Winde,

    500ccm Kymco MXU, BJ 2014, 8000km für 4400€ mit LoF Zulassung mit Winde



    Derzeit tendiere ich zu der doch alten 700ccm Kingquad. Die 750 ccm fährt sich zwar besser aber hatt doch mit 21k Km schon einiges auf den Buckel. Auch wenn sie sehr gepflegt aussieht und der Besitzer sehr gut mir ihr umgegangen ist habe ich bei einer so hohen Laufleistung Bauchschmerzen.

    Leider war bei meiner ersten Probefahrt der Vergaser der 700ccm Kingquad aufgrund der langen Standzeit (anscheinend über 1 Jahr nicht mehr gefahren) verdreckt. Der Besitzer hat das Fahrzeug aber zur Werkstatt geschickt und jetzt läuft sie anscheinen einwandfrei.

    Die Kymco hat sich eigentlich auch ganz gut gefahren, allerdings ist die für 2 Personen doch relativ klein.



    Was meint ihr? Ich würde die 700er LT-V die Woche noch einmal anschauen, gibt es etwas auf das ich besonders bei dem Modell achten sollte? Oder Finger weg von der 700ccm und weitersuchen?

  • Na ja wenn das Fahrzeug zwei Personen transportieren soll,würde ich schauen soviel Hubraum wie möglich zu bekommen,die King mit 21500 km,hat schon bisschen viel km,aber wenn der allgemein Zustand stimmt,denke ich sollte die noch lange fahren.


    trotzdem würde ich weitersuchen,für um die 5K gibts 750 mit weniger km,man muss halt paar km in Kauf nehmen.


    Platzmässig sehe ich kein großen Unterschied zwischen der King und Mxu,eine Atv mit langen Radstand wäre sinnvoller aber die kosten dann wieder mehr:|


    Irgendwo musst du wohl Anstriche machen,musst wohl Prioritäten setzen.

  • hm, so'ne Winde ist wahrscheinlich nicht verkehrt da wo du fährst

    Manni

    :Hallo:

    Würde ich auf alle fälle noch nachrüsten, sehe das aber weniger das problem.


    Ich weiß nicht, wie hoch die Berge dort sind. Aber das sollte man nicht vergessen!

    Das Fahrzeug wird sich im bereich von 300 bis 3200m über NN gefahren. Meistens bleibe ich aber doch unter 2000. Denke der Leistungsverlust ist ertragbar. Die kommen mit ihren 150ccm Mopeds auch überall hin.

    trotzdem würde ich weitersuchen,für um die 5K gibts 750 mit weniger km,man muss halt paar km in Kauf nehmen


    Leider ist bei mir (Region Aalen BW) im Umkreis von 200km keine mehr die deutlich weniger hätte. Wenn ich im Kreis von 500km suche sieht es schon ein bishcne besser aus. Bin dann aber auch gleich bei 6k. Meint ihr ich soll die Finger von der älteren 700ccm lassen?


    Platzmässig sehe ich kein großen Unterschied zwischen der King und Mxu,eine Atv mit langen Radstand wäre sinnvoller aber die kosten dann wieder mehr :|

    Ich hatte das gefühl das wir mehr Platz auf der King hatten, kann aber auch täuschen. Für größere Geräte reicht leider das Geld nicht.

  • auf grund der höhenunterschiede würde ich zu einem vergaser-model raten. da kann man noch selber bisle nachstellen. dann wäre die 700 king die bessere wahl.

    war mit meiner 750 , einspritzer in den dolomiten, und den höhenunterschied hat man gemerkt! sie kann sich ja nicht selber einstellen

  • der vorteil bei einspritzer wäre aber das ich das ohne rum schrauben hin bekomme das gemisch einzustellen bzw. auch so ändern das es automatisch geht.


    sehe aber in dieser ecke der welt ein vergaser weiter vorne

  • Der Vorteil beim robusten King-Quad Vergaser und Seilzugstarter,steht aber auch ein oftmals erhöhter Ölverbrauch ab 20000-25000 Kilometer gegenüber.

    Die dann nötige Kolben-Zylinder Revision sollte man,Kostenmässig, bei Gebrauchten mit hoher Laufleistung im Hinterkopf haben.