Susatal 11.-18.09.2021 - jemand vor Ort?

  • Hallo,


    im og. Zeitraum sind wir auf dem Camping Gran Bosco ist zufällig jemand vor Ort?


    Gruss

    Frido

  • michaelrodx

    Changed the title of the thread from “Susatal 18.-25.09.2021 - jemand vor Ort?” to “Susatal 11.-18.09.2021 - jemand vor Ort?”.
  • Hallo,


    wie geplant bin ich am 18.09. auf dem Gran Bosco angekommen und hab mich erstmal von der ca. 1.050 km langen Anreise erholt. Ich hab die "Sparanreise" über Luxemburg gewählt, dann mautfrei auf der französischen Autobahn bis Nancy und von dort gemütlich weiter über die Landstrasse. Da mein Bus wegen der Höhe in Frankreich in Mautstufe 2 eingestuft wird habe ich so im Vergleich zur schnelleren Anreise über die Schweiz und die AB ca. 100€ pro Fahrt an Maut gespart, ein guter Stundenlohn wenn man genug Zeit hat und alleine unterwegs ist. Meine Begleiter hatten sich erst für Sonntag bzw. Montag angekündigt.


    Der Campingplatz war mit 2- und 4 rädrigen Offroadern recht gut gefüllt, September ist für die Gegend halt die beste Reisezeit, aber dicht an dicht hatte es schon was von Camping-Ballermann und ich würde beim nächsten Besuch gerne wieder einen CP auf der französischen Seite im Val de Pres bevorzugen, da hat man bedeutend mehr Platz, allerdings trifft man dort auch kaum Gleichgesinnte.


    Sonntag hab ich mir die Zeit mit einer kleinen Tour von Oulx Richtung Assietta Kammstrasse vertrieben, so ohne Zeitdruck durch die Gegend zu tuckern gefällt mir recht gut, andererseits verstehe ich es aber auch wenn man bei nur 5-6 Fahrtagen vor Ort viel erleben will.


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    Ob die Wege offiziell befahrbar waren hab ich mal besser nicht hinterfragt.


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    Von diesen Querrinnen gab es reichlich, etliche auch tiefer und in steilerem Gelände. Eine wollte ich elegant umfahren, stand dann plötzlich quer zum Berg auf 3 Rädern und mußte mich aufs rechte Trittbrett stellen um nicht zu kippen, =O nur gut, dass ich noch nicht abgenommen habe. :) So kurz war ich bisher noch nie vor dem kippen und als ich mich dann endlich rückwärts zurückgetastet hatte nahm die Karre plötzlich Schwung auf, mangels Routine hatte ich mich als Motorradfahrer auf die Handbremse konzentriert und die Fussbremse schlicht vergessen :facepalm: . Irgendwann stand ich vor einem tiefen Graben hinter dem es für mein Gefühl recht steil bergauf ging, ich hab es an 3 verschiedenen Stellen probiert, aber ich hatte dabei ein ungutes Gefühl (mir ging der Stift ^^ ) und da ich zudem alleine unterwegs war habe ich den Rückzug angetreten, diesmal über einen geschotterten Waldweg. Ein englisches Paar das mir mit 2 bepackten BMW GS Reiseenduros entgegenkam fragte mich nach dem Zustand des weiteren Weges, der war eigentlich ganz i.O. wenn man die Skipisten meidet. Vor der schlanken Frau die den bepackten Eisenhaufen den Berg hochgewuchtet hat konnte ich nur meinen Hut ziehen.


    Kurz nachdem ich wieder auf dem CP war trudelten auch die ersten beiden Begleiter mit ihren Enduros ein, höchste Zeit für einen Whiskey-Cola...oder 2...3... ;) Die 2 hatten sich auf dem CP eine Hütte gemietet und da ihr Nachbar alleine unterwegs und ausgesprochen nett war haben wir den für den Rest der Woche adoptiert.


    Am Montag sind wir Richtung Cesana Torinese gefahren und Richtung Lago Nero geschottert.


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    Die alten Geschütztürme des Mont Chaberton.


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    Nachdem wir da eine Weile Spass hatten kamen wir in Montgenevre zurück auf den Asphalt, fuhren nach Sestriere und bogen dort auf die Assietta ab der wir bis zum Colle Basset folgten bevor wir Richtung Oulx abbogen und zum CP zurückfuhren.


    Kurze Zeit später kam unser letztes Teammitglied an, Günther aus Österreich hatte in einem Enduroforum Begleiter für die Westalpen gesucht und da Ziel und Zeitraum passten haben wir uns zusammengetan.


    Fortsetzung folgt.

  • Dienstag sind wir über Susa und den Colle delle Finestre in die Assietta Kammstrasse eingestiegen. Die Strecke bin ich 1983 erstmals mit der Enduro gefahren und seitdem mag ich den Finestre.


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    Unterwegs stoppten uns 2 Italiener die Starthilfe für eine 690er KTM benötigten, kein Problem, ich hatte meine Powerbank im Koffer und konnte etwas für die Völkerverständigung tun. Der ältere Italiener war sichtbar erleichtert als sein Motor wieder brummte. Früher konnte man Motorräder mit leerer Batterie noch anschieben oder anrollen lassen. Am Ende der Assietta fuhren wir über Sestriere und den Montgenevre runter nach Briancon, da es noch früh war hatten wir die Idee, dass wir für den Grill französische Merguez und Baguette kaufen könnten. :shunger: Als wir vor dem Supermarkt standen fing es an zu regnen...wer ist auf die blöde Idee gekommen hier einzukaufen? :( Im Regen ging es über den Col de l´Echelle zurück zum CP.


    Der Mittwoch war ein Totalausfall, es regnete mehr oder weniger den ganzen Tag und wir vertrieben uns die Zeit auf dem CP.


    Fortsetzung folgt.

  • Ganz vergessen.....oder aber verdrängt. Bei meiner Sonntagstour hatte ich das Gefühl, dass mein als Navi eingesetztes Handy nicht geladen wird. Auf dem CP schien die Sonne aufs Handy und ich war nicht sicher ob der kleine "Ladeblitz" in der Anzeige leuchtete, daher habe ich die Zündung mit ausgeschaltetem Licht eine Weile eingeschaltet und als nicht geladen wurde mal gemessen ob an der Bordsteckdose Strom ankommt, da habe ich das USB-Ladegerät angeklemmt. Strom kam an, Zündung ausgeschaltet, ein anderes USB-Kabel zum Testen rausgesucht, eingesteckt, Zündschlüssel gedreht...der Tacho blieb dunkel. :( Die vorderen Sicherungen durchgemessen, die waren i.O., Sitzbank runter um in der Nähe der Batterie die Hauptsicherung zu checken, hab sie nicht gefunden :cursing:, kurz überlegt wie ich weiter vorgehe :/ ...und dann hab ich erst festgestellt, dass ich irgendwie an den Notausschalter gekommen bin :facepalm: :facepalm: :facepalm: Bei dem Fehlerbild hätte ich bei einem Anderen sofort nach dem Notaus gefragt... :.pfeifer: :facepalm: :bash:


    Das USB-Ladekabel hatte einen Wackelkontakt, mit einem neuen Kabel funktionierte alles.

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  • Donnerstag war der Colle Sommeiller unser Ziel, mit knapp 3.000m der höchste mit Kfz legal anfahrbare Punkt der Alpen und damit ein beliebtes Pflichtprogramm für die Offroader die sich in der Nähe rumtreiben. Auf Höhe des Rifugio Scarfiotti befindet sich eine Mautstation und pro Fahrzeug werden 5 € kassiert, find ich i.O., macht den Touristen nicht ärmer der dort zum Spaß sein Benzin verbrennt. M.E. gibt es schönere Ziele in der Gegend aber da meine Begleiter noch nie oben waren sollte man sich das mal anschauen.

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    Lago di Rochmolles


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    Blick aufs Rifugio Scarfiotti


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    Da wir noch Zeit hatten sind wir anschließend noch von Bardonecchia aus auf den Passo delle Mallatiera gefahren.


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    Das letzte Stück geht es eine schmale Auffahrt hoch, war mit der Enduro nie ein Problem, da hab ich es auch mal mit dem ATV versucht.


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    Hochfahren war kein Problem, kurz vor dem Ende war aber auf der halben Breite des Weges eine senkrecht ansteigende Stufe, da verließ mich der Mut und ich habe langsam zurückgesetzt, geriet dabei zu weit nach rechts und das Ergebnis sieht man ja. :facepalm: Wieder schlug meine fehlende Routine zu, ich hätte frühzeitig ein Stück vor fahren und korrigieren müssen, hoffentlich denke ich beim nächsten mal daran. :P :) Dicke Freunde sind Gold wert! :handshake:  :thumbup:

  • Im vorherigen Beitrag habe ich "Passo delle Mallatiera" geschrieben, es muß natürlich "Passo della Mulattiera" heißen.


    Am Freitag ist unser Adoptivnachbar im wahrsten Sinne des Wortes eigene Wege gegangen, er ist zu Fuß =O auf den Chaberton gewandert. Günther wollte gerne zum Tunnel de Parpaillon, 250 km Hin- und Rückfahrt war uns die Fahrt durch den Tunnel aber nicht wert, daher ist Günther an diesem Tag alleine zum Parpaillon gefahren. Der Tunnel ist durchaus sehenswert, wenn man in der Gegend ist sollte man mal durchfahren, aber die Auf- und Abfahrt zum Tunnel ist m.E. nicht schöner als viele Strecken im Susatal. Wir sind zu 3 mal wieder über den Col de l´Echelle gefahren, bei Sonnenschein zeigte der sich von seiner schönsten Seite und punktete bei meinen Begleitern. Wir sind dann über Schotterwege hoch zum Fort d´Olive gefahren.


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    Die Höhenluft und die schöne Aussicht ließen mich den letzten Rest meiner minimalen Französischkenntnisse vergessen. :.pfeifer:    :saint:


    Ich war schon öfter da oben und bin schon an übenden Soldaten vorbeigefahren, die haben freundlich zurückgegrüsst, Ärger gab es nie...aber garantiert ist das nicht.


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    Er oder sie hat uns auch nicht verraten.


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    Vom Fort d´Olive führt ein schmaler Schotterweg zum Fort Lenlon, wer Höhenangst hat sollte besser den Hauptweg nehmen.


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    Fortsetzung folgt

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  • Das Fort Lenlon ist einer meiner absoluten Lieblingsplätze.


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    Die Abfahrt ging dann über den Col de Granon nach Briancon und noch einmal über den Col de l´Echelle zurück zum CP.


    An sich ein sehr gelungener Tag, aber auf der Rückfahrt hörte ich ein Klingeln das drehzahlabhängig aus Richtung Vario kam. Auf dem CP hab ich noch einmal geguckt und gehört, das Geräusch schien aus dem Variogehäuse zu kommen. Zum Abschluß des Urlaubs stand nur noch die relativ kurze Tour auf den Monte Jafferau an, ich ersparte mir daher die Demontage des Variodeckels und hoffte auf ein glückliches Urlaubsende.


    Fortsetzung folgt

  • Der Monte Jafferau ist legal mit Kfz nur mittwochs und samstags befahrbar. Da der Mittwoch verregnet war hatten wir den Jaffi am Samstag zum Urlaubsabschluß auf dem Programm...mit dieser Idee waren wir nicht allein.


    Auf der Hinfahrt machten wir einen Abstecher zum Fort Pramand.


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    Dann ging es weiter durch die Galleria Seguret zum Jafferau.


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    Dann der Schock!


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    Vielleicht sollte ich da oben Bratwurst, Kaffee und Bier verkaufen?


    Da der Jaffi eh nur an 2 Tagen befahrbar ist und der Mittwoch wegen Regen ausgefallen ist, war es Samstag richtig voll. Mir fiel bei dem Anblick wieder ein warum ich gerne in einsamere Gegenden fahre. Der Jaffi ist aber wirklich schön wenn man die Menschen ausblendet.


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    Die anschließende Abfahrt über den inzwischen legal befahrbaren Wirtschaftsweg, die sogenannte "Skipiste" war kein Problem, der Weg ist instandgesetzt worden, die früher im unteren Bereich vorhandenen tiefen Längsrillen gibt es nicht mehr.


    Damit endete unsere letzte Tour dieses Urlaubs, alle sind gesund geblieben und wir hatten eine Menge Spaß - was will man mehr? Ich mußte über 1.000 km nach Italien fahren um dort sehr nette ATVler kennenzulernen die nur 20-30 km von mir entfernt wohnen - irgendwie verrückt.


    Nach dem lästigen Packen verlief die Rückfahrt am Sonntag recht unspektakulär, ich bin in Frankreich geblitzt worden, vor Nancy wurde der Verkehr über etliche Dörfer umgeleitet und vor Metz gab es eine Vollsperrung der Autobahn und ich mußte eine Umleitung nach Luxemburg fahren...machse nix dran!


    Das Klingeln kam nicht aus der Vario, eine der beiden Schrauben eines Hitzeschutzbleches fehlte - Glück gehabt!


    Die Gegend ist schon spektakulär, aber auch stark reglementiert und recht überlaufen, wenn ich mind. 2 Wochen Zeit hätte würde ich aber den weiteren Weg in Kauf nehmen und nach Albanien, Bosnien usw. fahren.


    Ende

  • Das mit dem Überlaufen hat mich im September 2020 auch schon gewundert,der Gran Bosco CP war rappelvoll,und zum Jafferau gings stop and go.

    Auch wenn einige Strecken Mittlerweile eher weniger Legal befahrbar sind,ist die Gegend an sich toll,und wie es aussieht habt ihr euch prächtig amüsiert.

    Hmmm ich hab dieses Jahr überhaupt kein Murmeltier gesehen..danke für die schöne Bilderstrecke. :thumbup: :thumbup:

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  • Inzwischen habe ich Post aus Frankreich bekommen, nach Abzug aller Toleranzen war ich außerorts 4 kmh zu schnell und hab dafür 45 € bezahlt...geht doch noch. Gemessen wurden 120 kmh, erlaubt waren 110. :saint:


    Zahlung innerhalb von 46 Tagen = 45€

    innerhalb von 47 - 76 Tagen = 68€

    nach 76 Tagen oder bei Einlegung eines Widerspruchs = 180€