Beiträge von marksman

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    Also ich habe ja den Offroad-Lenker drauf. Dadurch sitzt man etwas aufrechter und hat deutlich geringere Lenkkräfte und vor allem bei schnellen Richtungswechseln eine ganz andere Dynamik. Die Rückenstütze stützt den Rücken super beim Beschleunigen ab.

    Die Sitzposition ist ja recht tief. Daher müssen geometrisch auch die Fussrasten etwas nach vorne wandern.

    Bei längeren Fahrten kommt es - auch mit dem Komfortsitz - zu einer Art Druckschmerz im Popo. Ähnlich wie wenn man auf einem Bürostuhl lange mit ausgestreckten Beinen sitzt.

    Viele fahren mit Fußsützen weit nach vorn. Ich hab auch ganz vorn angefangen und bin nun fast ganz hinten. Mein Bein hat einen 90° Winkel. Dadurch tragen die Füsse einen größeren Anteil des Körpergewichts und der Druckschmerz wird subjektiv reduziert. Ausserdem braucht man sich jetzt, auch bei engen schnellen Kurven, kaum mehr mit den Knien abstützen, denn man kann easy sein Gewicht über die Füsse verlagern. Auch wenn eine Gewichtsverlagerung prinzipiell nicht notwendig ist, trägt es doch stark zum Fahrkomfort bei. Beim Fahren aufstehen funktioniert dennoch nicht.

    Also insgesamt ein hervorragender Sitzkomfort, wenn die Fussrasten nicht zu weit vorn sind.

    Der Komfortsitz ist ja etwas höher als die normalen und dadurch subjektiv die Rückenstütze nun etwas zu niedrig. Aber noch ok.

    An das VSS muss man sich gewöhnen. Ich habe gestern 300 km abgespuhlt, 150 davon im Regen, ohne dass es eingegriffen hat. Vom ATV kommend eine rechte Umgewöhnung, insbesondere weil man in Kurven vom Gas gehen muss, um maximalen Kurvenradius erzielen zu können (subjektiv). Bei meinen ATV's hatte ich dagegen oft in der Kurve den höchsten Speed 😉

    005DD380-811E-4CA1-946D-8D9804D11A6C.jpeg marksman , hol dir die Ryker, komme gerade von einer kleinen Tour zurück und habe das Grinsen immer noch im Gesicht, in sachen Kurvenperformance ist die einfach Geil und da habe ich außer den Sportstabi am Fahrwerk noch nicht verändert bzw. eingestellt;)

    So, nach knapp 2.000 km kann ich deine Aussage etwas besser würdigen. Ja, das Gerät mach eine Menge Spass, spätestens ab 85 km/h kommt auch mir das Grinsen :thumbup:

    IMG20210523182255[1].jpg

    Kurvenperformance bin ich noch immer nicht 100 % happy. Das VSS ist mir nach wie vor sehr suspekt. Zwar ist es technisch sehr gut umgesetzt und macht seine Sache sehr souverän. Allerdings geht von dem frühen Eingreifen desselben aus meiner Sicht auch die meiste Gefahr aus, denn das Gefährt neigt dann prlötzlich und quasi uvermittelt massiv zum untersteuern. Aber wenn man diesen Grenzbereich einmal einschätzen kann, kann man die Kuh schon ordentlich fliegen lassen :thumbup:

    Den Stabi hab ich mittlerweile schon mal probegefahren und muss sagen, das ist schon ein sehr gutes Update. Beim nächsten Service werde ich auf jeden Fall eine Umrüstung in Erwägung ziehen.

    Offroad-Lenker (den hast du ja auch drauf?) und die 1-Up-Rückenlehne sind zwei Updates, die ich wärmstens empfehlen kann. Außerdem auch, die Fußrasten nicht zu weit nach vorne zu verstellen. Das hilft etwas gegen den Poppo-Schmerz und auch der Gewichtsverteilung in Kurven immens :thumbup:

    Federvorspannung habe ich vorne wie hinten auf Maximum.

    Na dann drücke ich dir mal die Daumen für eine allzeit gute und pannenfreie Fahrt!

    (Hinweis: den ADAC-Mitgliedsantrag kannst du auch noch vor Ort beim Gelben Engel ausfüllen ;) )

    Auf jeden Fall mal ein sehr stimmiges Fahrzeug. Würde mir mehr tourenoptimierte ATVs ab Werk wünschen!

    Bei motor-talk hatte ich mal eine Liste mit alternativen Ersatzteilen für die 800er DINLI angefangen (unter "Dinli Centhor 800 wer hat Erfahrung??".) Mit etwas Glück passen auch bei dir die alternativen Kugelköpfe, falls mal Ersatz her muss. Stels ist ja zu weiten Teilen Dinli, wobei die schönen Alu-Querlenker wohl leider wegrationalisiert wurden ?(

    Achso, zum inneren Hinterrad in der Kurve wollte ich noch erwähnen, dass dies bei Starrachse annähernd immer entlastet wird, es muss sich ja nicht ganz abheben, schon da bekommt es Schlupf.

    Absolut :thumbup:

    Ich hatte kurz überlegt, ob ich das so differenziert ausführen sollte. Aber ich hatte schon so zu viel Text geschrieben ;)

    Und technisch hat ein Reifen quasi immer Schlupf, um Reibung aufzubauen (genauer um den Reibwert soweit anzuheben, dass - unter den gegebenen Normalkräften (Flächenpressung) - die notwendigen Kräfte übertragen werden können). Das natürlich SEHR grob vereinfacht, der Schlupf erzeugt z. B. auch Temperaturanstieg und verschiebt dann alles hin und her (Zeit-Temperatur-Superposition). Wen es tiefer interessiert, kann sich vieles ja auch selbst sehr gut aus den Diagrammen zum Reibwert ableiten.

    Ich denke man kann also festhalten, dass sich meine Ausführungen primär auf ATV beziehen - Der Übergang bei der Starrachse zumindest sanfter bzw. kontinuierlicher ist. Im Endeffekt ist das ja technisch nich weit weg vom Effekt eines Stabis? Also das eine Rad wird um den Wert zusätzlich belastet, um den das andere entlastet wird. Damit wird die Haftungsgrenze dann insgesamt auch - relativ zur Querbeschleunigung - früher überschritten, so ähnlich wie beim Stabi? Zum einen muss ein Reifen dann den überwiegenden Teil der Kräfte übertragen und zum anderen verringert sich zusätzlich noch der Reibwert (hier wäre dann das ganz linke der Reibwertdiagramme relevant).

    Das VARIO 580 von Exeet schaut schon echt ansprechend aus. Aber leider ist das deutlich außerhalb meines Budgets, so wie auch E-Atv. Und jede Investition ist auch und primär vom Sitzkomfort der besseren Hälfte anhängig. Da war die Ryker mit der großen Rückenlehne schon der Grenzbereich ;)

    Die holde Dame meines Bruders war auch mehr als "angep..." als es statt eines ATV für 2 eine 500er Adly gab. Den Ärger möcht ich mir ersparen ;)

    Vielleicht bin ich der Exot, aber wie gesagt wäre mein Traumfahrzeug eine Quadrift mit 60+ PS :love:

    Mal schauen wohin sich CF Moto's ‚Evolution A‘-Konzept entwickelt. Aber das scheint ja auch nur ein Einsitzer zu sein ;(

    Wenn ein Diff doch so toll und unverzichtbar bei Quads wäre, glaubst Du nicht, dass eine Fa. E.-ATV oder Exeet das dann schon längst verbauen würde?

    PS: Ich rede nicht davon, dass es unverzichtbar ist. Es ist aber in vielen Fällen eine Bereicherung und kann in den meisten Fällen durch eine Sperre einer Starrachse (bzw. eher einem Verteilergetriebe) gleich gemacht werden.

    Sportquads adressieren einen völlig anderen Fahstil, bei dem - da hast du sicher Recht - ein Diff sicher nichts bringt. Allerdings wie groß schätzt du pesönlich den Anteil deratiger Fahrzeuge am Gesamtaufkommen von QuATV's ein. Also ich hoffe auch du bist mir nicht böse wenn ich sage, dass dein Anwendungsfall nur einen Bruchteil des Gesamtmarktes abdeckt, deine Aussagen für diesen Anwendungsfall aber durchaus richtig sind.

    Die meisten die ich so kenne wollen ein dem Motrorad ähnliches Freiheitsgefühl und ab und an mal entspannt cruisen. Da ist meine Empfehlung, in jedem Fall mal ein Diff zu testen. Weder sage ich, dass es ohne Mist wäre noch insitiere ich darauf, dass andere meine subjektiven Einschätzungen teilen.

    Zuletzt finde ich unseren Austausch aber sehr inspirierend und werde versuchen, mir auch deine Anmerkungen und Kritik zu Herzen zu nehmen. Vielen Dank dafür :thumbup:

    So weit die Theorie...

    Dem stimme ich insgesamt zu, jedoch mit Einschränkungen.

    Auch hast du absolut Recht, dass ich [leider] noch nie auf einem richtig guten Straßenquad gesessen, geschweige denn, damit gefahren bin. Ich persönlich bin, was Straßenquads anbelangt, bis zu einer tiefen Adly 500 mit normalem Endurofahrwerk gekommen.

    Jedoch ist es wiederum so, dass ein Quad- oder ATV-Einstieger, die ja im überwiegenden Fall derartige Fragen stellen, anfangs keinesfalls mit einer derartigen Geschwindigkeit und/oder Lenkereinschalg in die Kurve geht, dass das Rad unmittelbar am Kurvenanfang abhebt. Sollte er es doch tun, dann sicher nicht lange und die Karre liegt im Graben. Wir reden hier ja von dynamischen Prozessen und auch von einer Massenträgheit. Einmal zu ambitioniert eingelenkt, kommt die Karre hoch und kippt dann im dümmsten Fall auch. Das mag mit einer Gegenlenkung kompensierbar sein, aber da reden dann auch der Gegenverkehr und die eigene Erfahrung ein Wörtchen mit. Vom 2-Mannbetrieb will ich garnicht anfangen. Und Fakt ist, dass wenn ich einen Fahrstil pflege, bei dem nicht jedesmal das Hinterrad hoch kommt, es sehr gefährlich sein kann, wenn es das dann im Grenzfall ungewollt doch mal tut.

    Schwerpunktmäßig gilt das von dir gesagte sicher auch nur für tiefe Quads. Soweit jedenfalls meine persönliche Erfahrung.

    Ich habe den Effekt des Umschlags von unter- zu übersteuern jedenfalls oft - wenn nicht ständig erlebt. Primar natürlich bei den ATVs, aber z. B. auch bei einer tiefen Adly 500. Ich hatte schon ne 150, 250, 500, 800er und auch einiges anderes ausgiebig getestet bis zur 1000er Scrambler. Also meine ich schon, dass es nicht nur Theorie, sondern, insbesondere bei Anfängern, absolute Praxis ist.

    Ein 800er ATV ohne Gewichtsveralgerung hatte ich ungewollt leicht auf 2 Rädern und kurz vorm kippen. Ohne Verlagerung hätte schon ein geringer Fahrfehler genügt, und es hätte böse geendet. Deshalb empfehle ich besp. die Quadrift mal zu testen, weil die tief liegt und damit kaum mehr kippbar ist. Selbiges mag so auch für ein ordentliches Straßenfarwerk gelten. Mir ist jedenfalls kein vergleichbares und insbesondere bezahlbares, tiefes QuATV bekannt, dass sich ähnlich gut zum sportlichen cruisen eignet. Falls es das doch gibt, dann gerne eine Info.

    Weiterhin ist es kaum vostellbar, dass ein gewichtiger Anteil der Einsteiger jemals mit einem "anständigen Straßenfahrwerk" einsteigt.

    Und sind wir doch mal ehrlich, weder ATV noch Quad gehören auf die Straße, zumindest wenn ich deiner Logik folgen mag. Folge ich meiner ist es Wurst, denn es kann auf die Strasse was eine Zulasung hat und gefällt. Und ich würde bspw. kein Sportquad in Erwägung ziehen, sondern ein tief gelegtes ATV mit Einzelrad und Diff. - aber das ist rein mein persönlicher Geschmack. Ich würde meine 900er Ryker bspw. jederzeit, ohne zu überlegen, gegen eine Quadrift mit 60 PS tauschen. Der Käufer meiner alten Quadrift ging bspw. von der Syper zurück und es war dann auch schon dessen dritte Quadrift, für die er extra knapp 600 km mit Anhänger angereist war... also nicht alle wollen es krachen lassen und eben diese heben dann auch nicht jedesmal das Hinterrad. ;)

    Am Ende noch völlig Off-topic, aber einfach weil ich es sehr interessant finde, noch ein kurzer Exkurs zur Reibung von Reifen. Vielleicht interessiert es ja den einen oder anderen!

    Reibung.jpg

    Hallo.

    Um mal einen Überblick zu bekommen.

    1. Welche Vorteile hat ein Hinterachsdifferenzial?

    2. Welche Nachteile hat ein Hinterachsdifferenzial?

    Wenn möglich keine gefühlten Gründe angeben.

    Ein Differential ermöglich unterschiedliche Drehzahl der beiden Räder. Das "Problem" einer Starrachse ist, dass sich beide Räder immer mit der selben Drehzahl drehen müssen. In Kurven muss es aber eine Relativgeschwindigkeit der Räder geben, und das umso mehr, je enger die Kurve.

    Mit einer Starrachse treten im Allgemeinen folgende Effekte auf:

    Bei Kurvenfahren muss die Relativgeschwindigkeit durch erhöhten Schlupf (Relativgeschwindigkeit zwischen Strasse und Reifen) erzwugen werden (man reibt also den Reifen über die Straße). Das hat einerseit erhöhten Kraftaufwand zum Lenken zur Folge. Weiterhin neigt das QuaTV zum Untersteuern. Das ist solange der Fall, bis das kurveninnere Rad abhebt und durch Verlust der Bodenhaftung nun frei drehen kann. Hier kommt es dann spontan zum Umschlag von unter- zu übersteuern. Als positiver Effekt wird von vielen der Umstand empfunden, dass die Starrachse quasi das Driften dadurch unterstützt, dass das Heck von alleine zum Querstellen neigt, denn es hat die Tendentz, die Drehzahlunterschiede zu Minimieren. Also auf losem Untergrund kommt das Heck relativ früh und quasi "von allein" quer. Manche finden das gut (ich auch) aber auf nasser Strasse ist das nicht so toll.

    Ein Differential hat primär geringere Lenkkrafte zu Folge. Der Umschlag von unter- zu übersteuern ist nicht mehr vorhanden. Die Lenkpräzision vergrößert sich immens. Ich habe - vom ATV ohne Diff kommend - am Anfang erstmal immer den Seitenstreifen auf der kurveninneren Seite überfahren, weil das ATV plötzlich auch dort hin fährt, wo du hin lenkst. Ein Diff verhindert auch, dass das Heck in der Kurve ausbricht (nicht vollständig natürlich, aber im Vergleich zur Starrachse immens).

    Nun wird von vielen der Nachteil angesprochen, der Vortrieb wäre weg, wenn beim Diff ein Rad abhebt - was theoretisch auch der Fall wäre. Nun ist es aber so, dass diese Diffs sich bei zu viel Relativgeschwindigkeit von selbst und in Bruchteilen von Sekunden sperren, so dass dies in der Regel nie der Fall ist.

    Am gravierendsten wird man ein Diff beim Wenden spüren. Das geht nun nämlich locker in einem Zug, selbst auf engen Landstraßen. Kurz: der Wendekreis verringert sich immens.

    Am Ende können viele (alle?) Diffs in der Regel auch manuell gesperrt werden, was es quasi zur Starrachse macht. Dann kann man auch locker flockig um die Kurve driften.

    Ein Diff hat also objektiv nur Vorteile und kann im Bedarfsfall manuell vollständig gesperrt werden.

    Was meinst Du mit touren, längere Strecken über asphaltierte Straßen?

    ich hab festgestellt, daß man mit nem ATV in den meisten Kurven gar nicht die Geschwindigkeit erreicht, bei der man wirklich was vom Diff merken würde.

    Sprich, der limitierende Faktor ist nicht der Grip der Räder, sondern die Kippneigung des Fahrzeugs.

    Bei langsamen Kurven wie 90°-Abbiegen genauso wie bei langgezogenen Landstrassen mit 70km/h:

    bevor da die Kraftverteilung der Räder ein Faktor wird, bist Du schon lange umgekippt oder geradeaus gefahren, weil das Gewicht halt geradeaus will.

    Touren heißt für mich sportlich aber entspannt über die Strasse zu ballern. Quads assoziiere ich hier mit viel Arbeit hinsichtlich einer kontinuierlich notwendigen Gewichtsverlagerung und ständiger Wechsel von unter- zu übersteuern sowie tendtentiell immer Drifts (was technisch ein semikontrolliertes Ausbrechen des Hecks ist?). Bei der Quadrift z. B. hab ich das nie wirklich machen müssen. Wohl deswegen, weil ich schon ein hohes 800er ATV längere Zeit sportlich im Grenzbereich bewegt hatte und mich etwas Neigung nicht mehr schreckt ;)

    Es gibt für mich keinen kausalen Zusammenhang zwischen Geschwindigkeit und Funktion eines Diffs. Das wirkt ja gerade auch bei niedrigen Geschwindigkeiten. Z. B. und vor allem beim Wenden auf engen Strassen.

    Was die Geschwindigkeit in Kurven anbelangt, bist du bei engen Radien und hohen Geschwindigkeiten ohnehin sehr wahrscheinlich schon in dem Bereich, wo sich das Diff automatisch sperrt. Die Quadrift hatte, was Kurvengeschwindigkeiten und Seitenneigung anbelang, nie wirklich Probleme gemacht. Im Gegenteil wäre ich selbst ein paar mal fast seitlich abgeworfen worden durch die Querbeschleunigung. Einzig hinsichtlich einer Tendenz, bei engen Kurven über die Vorderräder zu schieben, gebe ich dir Recht. Da ist, schon wegen dem Leergewicht, das ATV einem Sportquad deutlich unterlegen. Da trägt dann aber auch der Stabi ganz entscheident dazu bei, denn ein solcher reduziert die übertragbaren Querkräfte.

    Es mag einen Unterschied machen

    a) eine Empfehlung auszusprechen und anzuregen, etwas auszuorobieren, insbesondere wenn ein überwiegender Strasseneinsatz das Anforderungsprofil ist, oder

    b) etwas als grundsätzlich unnötig und sinnlos abzutun, das man selbst im besten Fall noch nicht einmal ausprobiert hat.

    Wenn es also deiner Wahrnehmung entspricht, dass ich dich oder andere dadurch für dumm erkläre, so war dies in keiner Weise meine Absicht.

    Wenn ferner a) für dich aufschwatzen ist, dann haben wir hier wohl eine unvereinbar unterschiedliche Wahrnehmung der Dinge.

    Wenn dann im Umkehrschluss in meiner eigenen Empfehlungsanfrage, die explizit einen Strasseneinsatz und Differential als Anforderung nennen, der bei weitem überwiegende Anteil der Antworten in die Richtung "braucht kein Mensch" und "überflüssig" laufen, dann ist eine gewisse Irritation zumindest abgebracht? Oder würdest du das anders sehen? Wenn selbige Forumsmitglieder dann sogar selbst aussagen, noch nie selbst ein Differential gefahren zu haben, dann finde ich das in gewisser Weise dumm, das gebe ich gerne zu.

    Ich merk schon, ich verwende die Begriffe falsch. Ein ATV ist bei mir auch ein Quad. Sorgt vielleicht für Verwirrung - sorry dafür

    Also eigentlich kommt für mich nur ein ATV in Frage. Einzelradaufhängung, hinten Diff, eine Halbautomatik wie die Spyder, tief ab Werk und so 60 bis 80 PS. Das wär's!

    Wenn's Elektro wäre, war das noch besser. Ich glaube CF Moto hat sowas als Konzept jetzt vorgestellt?

    E-ATV ist vom Aufbau her gesehen für mich nicht interessant. Auch weil ich sehr viel zu zweit fahre, da braucht es einen ordentlichen und komfortablen Rücksitz mit viel Halt für die holde... Auch preislich ist das Welten von meinem Budget entfernt. Ich meine, ich habe z. B auch mit der Adly 500 ordentlich Spass gehabt, aber für die Dauer wäre mir das nix.

    Was ich eigentlich zum Ausdruck bringen wollte ist, das hier viele so insistierend anderen Leuten unbedingt ihre Maschinen einreden wollen, obwohl doch von vornherein ein völlig anderes Anforderungs- und Wunschprofil gestellt ist. Das find ich nerfig, aber da bin ich wahrscheinlich auch zu dünnhäutig ||

    Wenn ich das Budget dafür bereit stellen wollte, wäre sofort ne Polaris Street Gambler in der Garage. Die normale ist schon Overkill ;)

    so verliebt in das eisen schwein?

    Nein, bin ja jetzt auf Ryker. 20 PS mehr und sie wäre perfekt gewesen. Aber zum Touren hatte ich noch nix besseres unterm Poppo, und ich hatte so einiges selbst oder Probe gefahren. Wer's nicht glaubt, braucht sich ja nur Mal das Vid von Toxiqtime ansehen. Wer anders als er könnte sich ein Urteil erlauben...

    Logo sind viele Dinge subjektiv, was mir allerdings nicht gefällt ist, dass hier viele nur das anpreisen was sie kennen. Ich meine die meisten haben hier mit Sicherheit noch nie ein ATV mit Diff hinten gefahren. Und meinen, dass das die Welt nicht braucht. Psychologisch nennt sich das kognitive Verzerrung und ist Teil der Phänomens nach Dunning und Krüger...:/

    Russische robuste Technik?

    Viele Grüße aus dem Erzgebirge

    Schau schau ein Gebrigler...viele Grüsse aus dem Randgebirge.

    Stels ist ja eigentlich DINLI, vor paar Jahren haben die dass übernommen. Und ich bezweifel, das die Russen das besser machen als die Taiwaner. Und robust ist lange her und war dann auch nicht mehr als das 8o. Heute bauen die ja in Samara bspw. Lada, Dacia und Renault...und am Eingang steht geschrieben: Anzahl der Roboter: 2. :grin:

    Stels ist so eine Sache. Ist ja prinzipiell Dinli, das haben die RUS vor einigen Jahren komplett übernommen. Ich hatte die 800er 1Zylinder, da hat's mir von der Kupplungsglocke die Schrauben abgeschehrt. Da war mitten in der Pampa bei praller Sonne Schluss. Und dann 3h warten auf den Abschlepper. Die Ersatzteilpreise waren auch extrem. 120 € für nen Kugelkopf z. B. :sleepey:

    Wenn etwas Feutigkeit in den Zündkerzenstecker kam, war plötzlich Ende mit Vortrieb, weil es den Stecker angehoben hat durch den Dampf. Da reichte schon waschen aus und Schluss war. Auch nett bei 100 auf der Landstrasse...

    Hab auch schon von komplett blockierenden Hinterachsen gelesen...

    Keine Ahnung wie sich das mittlerweile entwickelt hat, aber bei RUS würde ich nicht notwendigerweise von einer Qualitätssteigerung ausgehen.

    Ich würde das Teil as fast as possible abstoßen und was ordentliches kaufen...so hab ich es jedenfalls gemacht und da war Cectek schon ein grosser Qualitätssprung :thumbup:

    Ich finde es befremdlich, wie hier ohne jede Erfahrung wild gemutmaßt wird. Schlimm wäre es, würde sich WerkstattFreak dann auch noch von diesen Mutmaßungen beeinflussen lassen.

    Fahr doch einfach mal Probe. Was ich grundsätzlich mit jedem Fahrzeug so früh wie möglich mache, vor allem mit mir unbekannten Leihwagen, sind Vollbremsversuche aus hoher Geschwindigkeit. Ich will die Grenzerfahrung halt nicht erst im Ernstfall. Was das ABS z. B. bei der Ryker leistet, ist schon spitze! Beim Auto kannst du das ABS ja in Bedarfsfall durch eine zweite Vollbremsung ausser Kraft setzen. Das würde ich auch mal testen. Grundsätzlich ist es aber schon der Fall, wie hier angegeben, dass der Bremsweg sich tendenziell verlängert. Macht ja auch Sinn, denn die übertragbaren Kräfte sind - im weitesten Sinne - fix. Und beimn ABS muss sich die Lenkkraft und die Bremskraft das dann teilen. Konkret ist es komplexer, denn die Reibung von Reifen hängen, neben Temperatur und Flächenpressung, ganz entscheidend vom Schlupf ab (Relativgeschwindigkeit zwischen Reifen und Strasse). Der Reibwert kann dann je nach Schlupf etwa zwischen 0.3 und > 1 liegen (recht komplex). Das ABS hält den Schlupf in einem näherungsweise idealen Bereich. Interessant auch, dass der Reibwert über dem Schlupf ein Maximum durchläuft. Das heisst, bei einer Vollbremsung (blockieren) liegen die maximalen Bremskräfte dann schon wieder niedriger als es im Bereich vom idealen Schlupf der Fall wäre. Da die ATV im Vergleich zu ihrem Gewicht meist eine viel zu grosse Reifenaufstandsfläche haben, erreichen die auch nie die Bremsleistung von PKW. Denn auch die Flächenpressung (Reifenaufstansfläche durch Gewicht) nimmt entscheidend Einfluss auf den Reibwert. Näherungsweise entspricht die Flachenpresung dem Reifendruck.

    Jedes Bisschen zusätzliche Sicherheit wäre hier für mich essentiell. Dass sich die Buden beim Bremsen nach vorne neigen, kann ja nur gut sein. Gibt mehr Druck auf die Vorderräder. Deswegen gehören sich die guten Reifen dann aber auch auf die Hinterachse, damit das Heck nicht kommt ;)

    Am Ende lässt sich das Verhalten des ABS beim Pkw - aus vorgenannten Gründen - nur sehr eingeschränkt aufs ATV übertragen!

    Gut finde ich, dass der Verstand bei dir anscheinend noch Oberhand vor dem Spasstrieb hat. Sehr sympatisch, leider die Ausnahme...