Beiträge von tiros02

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    Meiner Meinung nach musst du keine Ketten haben. Dein Krabbeltier ist mit das Beste, was da in deinem Revier geht. Seilwinde halte ich aber für Alleinfahrer für ein Muss.

    Bin Deiner Meinung, ein Quad wär vielleicht einfacher zu bedienen, aber weiterkommen würde ich in diesem Gebiet damit auch nicht.

    Zumindest hab ich dort Handyempfang, was weiterhilft. Beim erstenmal wo ich im Graben steckengeblieben bin war ich allein unterwegs, und da hätte mir wahrscheinlich eine Seilwinde auch nicht geholfen, weil in dem Bereich kein Baum o. ä. in der Nähe steht wo man festmachen könnte und man in dem Moor auch schlecht einen Pflock zur Befestitung einschlagen kann. Hilfe kam dann von außen mit Trecker und Seilwinde mit 80 m Seil und 50 m Verlängerung (aber selbst damit kommt man nicht überall hin, erstens wegen der Länge, und zweitens weil es Bereiche gibt, die man zu Fuß nicht durchqueren kann). Beim zweitenmal im Bach war ich auf Grund der ersten Erfahrungen zu zweit, was dort sehr weiterhilft, weil z. B. einer das Gerät bedienen und der andere manuell eingreifen kann, z. B. schieben. Aber eine Seilwinde mit genügend Seil würde sicherlich in vielen Fällen helfen.

    Inzwischen wurde ein Teil des Schilfbereichs gemäht (wird mittels einer umgebauten Pistenraupe gemacht). So bald Zeit ist (leider derzeit Mangelware) werde ich die Wannenkante abdichten und dann dort weiter probieren, da ist jetzt die Sicht auf Löcher, Gräben usw. jetzt natürlich besser.

    Eine Seilwinde müsste am Fahrzeug befestigt sein. Eine Befestigungsplatte dafür gäbs als Zubehör. Überziehketten und eine Seilwinde würden glaube ich sehr weiterhelfen, treibt das Ganze aber leider preislich in ungeahnte Höhen.

    Hab das schon alles gesehen mit den Ketten. Wär cool, aber sowas müsste mir schon mal irgendwo zufällig günstig in die Hände fallen. Eine Seilwinde wär ja auch nicht schlecht.

    Die sinnvollste Möglichkeit, die ich derzeit sehe, ist erstmal den Winter abzuwarten, wenn die Vegetation da nicht mehr so stark wuchert. Und dann sich mit zweitem Mann und Motorsäge ausstatten, sich mindestens zwei Tage Zeit nehmen, und einen sicheren Weg durch das Gebiet zu schneiden, Gräben könnte man z. B. mit übergelegten Brettern überwinden. Ich denke, das sollte gehen. Ist halt aber schon ziemlich Aufwand, der "Weg" muss dann ja auch freigehalten werden.

    Und ja, Übung macht den Meister. Ich muss schon auch erst dieses Gefährt besser kennenlernen und sehen, was man damit machen kann und was eben nicht. Die Gefahr dabei ist halt immer, wenn man in diesem Gebiet mitten drin richtig fest steckt, hat man kaum noch Möglichkeiten, da wieder rauszukommen.

    Du hast mit deinem Gefährt die Möglichkeit dich auf der Stelle zu drehen nehme ich an?

    Ja richtig, Panzerlenkung.

    Wegen den Reifen: Wenn ich das Teil länger behalte, werde ich sie richtigrum montieren. Wahrscheinlich ist der Hintergedanke hinter dieser Montageart, dass man vor und zurück gleichmäßig Grip hat, so wie auch manche bei Allradtraktoren die Vorderreifen andersrum aufziehen. Neue kaufen tu ich sicher erstmal nicht, wenn ich solche Reifen im Neuzustand im Internet anschaue, haben die soviel mehr Profil auch wieder nicht. So lang man nicht direkt in einem Schlammloch ist, ist der Grip schon OK.

    Ob ich mit einem Quad glücklicher wäre, ich bin mir nicht sicher. Wie gesagt, durch solch tiefe Gräben kommt man damit auch nicht und die "biberischen Reifenmörder :D " würden da auch zustechen. Andererseits, mit diesem Amphibien-Teil in diesem Bach fahren scheint auch nicht wirklich eine dauerhafte Option.

    Auf Bildern im Internet sind die Reifen manchmal so rum aufgezogen und manchmal andersrum, aber nicht auf der einen Seite andersrum wie auf der anderen Seite. Wenn man bei voller Fahrt Gas weg nimmt, zieht die Karre auf eine Seite, was nach meiner Meinung daran liegen könnte. Die Reifen haben wohl von Haus aus nicht recht viel mehr Profil. Was es als Zubehör gibt sind Überzieh-Laufketten, die man über die Reifen ziehen kann. Solche gebraucht zu bekommen wird aber nicht einfach sein und neu sind die denke ich bestimmt nicht billig, wenn überhaupt bei uns erhältlich. Ob und welches Geflecht in den Reifen ist weiß ich nicht, viel kann es nicht sein, da die Reifen sehr weich sind. Und das müssen sie wegen der ansonsten fehlenden Federung und der Traktion ja auch sein, man fährt die auch mit weniger als einem halben Bar Druck, schwere starre Reifen sind da kontraproduktiv.

    Ob und wie lange ich das Teil behalte, ich bin mir unschlüssig. Technisch bringe ich es jedenfalls zuerstmal auf Vordermann. Es ist schon alles neu abgeschmiert, Ölwechsel gemacht, usw. Nur die Abdichtung an der Kante fehlt noch, kommt demnächst. Dann werde ich sicher noch weiter probieren und dann sehen wir weiter...

    Inzwischen hab ich das Max II da:

    P1060642.JPG

    War damit auch beim TÜV, um damit offiziell zu fahren gibts folgende Möglichkeiten:

    - Reduzierung auf 6 km/h, drei Schildchen drauf...

    - Reduzierung auf 25 km/h, Feststellbremse und geprüfte AHK nachrüsten, Zulassung als LoF

    - Reduzierung auf 25 km/h, Feststellbremse nachrüsten, Zulassung als PKW offener Kasten

    Über 25 km/h geht nicht wegen fehlender EMV-Prüfung. Eine StvZO-konforme Ausstattung (Lichter, Gurte, Blinker usw.) hat das Gerät wegen der Zulassung in Österreich schon soweit, bis auf die Feststellbremse. Ob mir ein Oldtimergutachten was helfen würde (da das Teil bereits 30 Jahre alt ist) bin ich noch am abklären. Die zwei letztgenannten Möglichkeiten werden jedenfalls ganz schön teuer.

    Probiert hab ich natürlich auch schon. Ganz so easy ist es in diesem "Extrem"-Gebiet aber nicht: Das Schilfmoor ist von alten Entwässerungsgräben durchzogen, welche aber oberflächlich zugewachsen und nicht mehr sichtbar sind. Gleich nach 50 m bin ich in einen reingefahren. Dann kippt das Teil nach vorn und ich bin in dem über 1 m tiefen Graben mit dem Arsch in der Höhe steckengeblieben. Mit Traktor und Seilwinde wieder rausgezogen, bei der Gelegenheit hats mir auch einen Reifen abgezogen. Schwimmen tut das Teil, in einem Weiher probiert. Das manövrieren nur mit dem Radantrieb ist aber schwierig. Es sind auch die Reifen auf der einen Seite andersrum aufgezogen, den Grund kenn ich nicht. Ich muss auch noch abdichten, an der Schnittstelle zwischen der Wanne unten und dem Aufsatz spritzt das Wasser rein. In dem Moorgebiet ist auch ein kleiner Bach. In dem hab ich auch probiert. Da wird es noch schwieriger: Entgegen der (langsamen) Fließrichtung kommt man praktisch nicht vorwärts. Zudem sind viele Stellen verschlammt und zugewachsen, da bleibt man stecken. Bachabwärts gehts besser. Das schwierige ist aber das rausfahren. Der Bach ist so schmal, dass das Gerät gerade noch quer reinpasst, man kann also zum rausfahren schon mal keinen Anlauf nehmen. Dann hats nur einseitig gegriffen, so dass das Teil schräg in den Bach gerutscht ist und bei der Gelegenheit Wasser in die Wanne gelaufen ist. Gerade nicht mehr abgesoffen, aber der Motor hat per Sicherheitsschalter offensichtlich ausgeschaltet. Gott sei Dank konnte ich das Gefährt im Bach zu Fuß bis zu einer Furt schieben, wo ich rückwärts (Wasser nach vorne geschwappt, Sicherheitsschalter dadurch wieder deaktiviert) rausfahren konnte. Grad noch Glück gehabt, denn wie bekommst sonst sowas mitten in einem Moor wieder raus? Teilweise ist das Gebiet bewaldet, dort wurden jedoch viele Bäume von Bibern abgefressen, so dass spitze Baumstümpfe überall versteckt rumstehen. Dort kann man auch nicht fahren, weil es einem die Reifen zerstecken würde.

    Kurzum, ich hatte es mir einfacher vorgestellt. Aber ich denke, mit einem Quad wärs auch nicht besser. Das Problem der Entwässerungsgräben und der spitzen Baumstümpfe bleibt.

    Da ist sogar schon eine AHK angebaut (wie es technisch gelöst ist, weiß ich nicht), nur die hat keine nachvollziehbare Zuglastangabe. Es sind ja auch Gurte da und ein Überrollbügel, nur anscheinend alles nicht nach den heute geltenden Vorschriften.

    Hab es noch nicht, wahrscheinlich hol ich es am Samstag.

    War beim TÜV, das mit der Zulassung wird aber nicht einfach. Da aktuelle Abgas- und Lärmgrenzwerte etc. nicht erreichbar sind, wäre nur eine Einzelzulassung als LoF mit 25 km/h Höchstgeschwindigkeit denkbar. Dazu müsste ich es von 28 auf 25 km/h drosseln (obwohl die 3 km/h ja innerhalb der Toleranz liegen, was ein Schwachsinn), den vorhandenen Überrollbügel gegen einen geprüften austauschen, ebenso die Gurte, eine Anhängerkupplung mit der man mindestens das Eineinhalbfache des Fahrzeugeigengewichts ziehen darf anbauen, Feststellbremse, Blinkerkontrollleuchten,....... Das TÜV-Abnahmegutachten dazu kostet dann an die 500.- EUR, dazu kommen Anmeldung, Versicherung, Steuer.... alle zwei Jahre zum TÜV. Naja wenn man da jetzt gegenüberstellt, dass einmal ohne Zulassung erwischt werden soweit ich weiß 75.- EUR plus einen Punkt kostet, wird man ja schon fast zum Ungehorsam erzogen. :(

    Ein Bild, einer der Vorbesitzer war halt anscheinend Militärfan:

    Max_II.jpg

    Ich bin natürlich selber gespannt, wie gut es damit in meinem Gelände klappt.

    So würde das dann wohl bei dir im Moor aussehen

    Wenns so aussieht (das Gelände danach) bekomm ich mit Sicherheit Schwierigkeiten... :/

    Aber die XMR sind schon cool. Hab mit einem Can Am letzens erst eine Querfeldeintour auf Kreta gemacht (weiß aber nicht, welches Modell das genau war, war auch nicht mehr zu sehen bei dem ganzen Dreck und Staub :D ).

    Hab für ein 6x6 ATV jetzt eine österreichische Einzelzulassung. Schau heute mal beim TÜV vorbei, ob man auf dieser Grundlage vielleicht eine deutsche Einzelzulassung bekommen kann. :/ Läuft zwar nicht 100 sondern nur 30, aber gut dafür schwimmts auch.

    Also so einfach wird das nicht mit dem Argo. Die angebotenen Gebrauchtmodelle haben entweder gar keine Straßenzulassung (und bekommen auch keine, hab beim Importeur nachgefragt) oder eine alte ausländische Zulassung (Niederlande, Österreich), das muss ich erst noch weiter abchecken, ohne Einzelabnahme wird da nichts gehen. Da ich 2 km über öffentliche Straßen muss, ist das halt blöd. Außer ich papp mir ein 6 km/h-Schild drauf (wobei ich dann ja auch tatsächlich drosseln müsste). :sleeping:

    Also ich werd zunächst mal eines hier leihen und probieren. Grundsätzlich aber glaub ich auch, dass das Argo da mehr Möglichkeiten bieten würde.

    Den Zahn mit "hier voll werden" muss ich ziehen, da darf nur der jew. Grundstücksbesitzer und ich in meiner Funktion mit Fahrzeugen drauf.