Hi,
das mit dem "alten" Sprit ist nicht so abwegig, bei einigen meiner Fahrzeuge war es so das am besten ansprangen wenn ich sie ausgemacht habe indem ich einfach den Sprithahn geschlossen habe und laufen lies bis sie ausging. Das lag daran das der Zylinder nach abschalten des Motors noch Hitze auf den Vergaser gestrahlt hat, was die leichteren Bestanteile des Sprits verdunsten läßt. Das passiert auch wenn ein Fahrzeug länger steht. Im extremfall, nach langer Standzeit, bleibt im Vergaser eine Honigähnliche konsistenz vom Benzin übrig, die natürlich nicht durch die Düsen paßt und so das Starten sogar ganz verhindern kann.
Ein kleiner Kondenstropfen Wasser, oder Dreck kann übrigens auch dafür sorgen das kein Benzin angesaugt werden kann. Das miststück ist schwerer wie Benzin und liegt unten auf im Vergasertank, ganau da wo die Düsen ansaugen und verstopft diese so.
Bei einer Maico, ahben wir sogar mal eine Fliege im Vergasertank gefunden, die muß vom Einbau schon darin gewesen sein, das Teil sprang vom ersten Tag beschissen an. Nach dem die Fliege beseitigt wurde und ordnungsgemäß beerdigt war Starten kein Thema mehr.
Ich würde den Vergasertank abschrauben (Bezinhahn vorher schließen) und reinigen, Wasser und Dreck kann man sofort sehen, auch mal die Düsen durchpußten. Auch ein dreckiger Luftfilter kann seinen Teil dazu beitragen, das Gemisch wird dadurch fetter, weil weniger Luft durch geht. Selten kann auch Öl durch die Kurbelwellenentlüftung in den Luftfilter gekommen sein (passiert bei meinen KTM's immer beim Wheelen, oder wenn zuviel Öl eingefüllt wurde...ja ich mache auch andauernd Fehler). Deswegen hab ich die Entlüftung nicht mehr in den Luffi sondern nach unten Umgelegt (nicht Tuv konform, aber das sehen die nicht)
Ein richtig eingestellter Vergaser ist natürlich auch wichtig, das sollte aber nicht schwer sein, aber auch jeder KFZ Lehrling, Zweiradmechaniker locker schaffen.
MFG
Bully