350 Raptor Motor neu abdichten

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  • soo die feiertage sind rüber :) ein frohes neues jahr euch allen noch.

    jetzt gehts aber weiter.

    Das mit dem Ölkühler hatte ich auch schon im Kopf. Hab den Ölkreislauf im gehäuse verfolgt und gesehen dass dies der Hauptstrom ist und durch die Adapterplatte wo man nachträglich anschraubt direkt zum Ölkühler geleitet wird und danach erst zur KW. Habt Ihr da nicht angst dass hier die Liefermenge oder der druck dann nicht mehr passt?? Kleine Unregelmäßigkeiten können schon eine schlechtere schmierung bedeuten. Hätte gedacht es wäre der rücklauf der durch den Kühler geleitet wird.

  • Moin!

    @da_alex:
    Toller Bericht!
    Wenn Dein Motor eh draussen ist, solltest Du über eine Kopfbearbeitung mit Flowbench nachdenken, den Unterschied merkt man wirklich!

    Der 350er Motor bzw. die 350er Warrior ist eine Diva, das weiß man und gerade das macht den Reiz aus.
    Wenn man nicht am Öl spart und das warmfahren sowie regelmäßigen Lastwechsel beachtet, hält der Motor genauso problemlos wie andere.

    Klar kann man den 350er leitsungsmäßig nicht mit einer 660er oder 700er vergleichen, aber im Gelände braucht man sich mit dem 350er nicht verstecken.
    Da gleicht die Geometrie vieles wieder aus.

    So long!

    Val78

    Was Du über mich zu wissen glaubst ist nur das, was ich Dich über mich wissen lasse! :cool:

  • Danke schön :) sollte dennoch mal was nicht am Bericht passen einfach bescheidgeben.

    Leistungstechnisch werde ich nichts verändern, für meine Verwendung reicht die Leistung die es jetzt hat. Möchte ich mehr leistung hole ich mir ein anderes Quad :biggrin_1_2:

  • Jetzt geht es wieder zum Bericht :)

    Die Polradseite ist soweit komplett zerlegt und jetzt gehts weiter zur Kupplungseite.
    Gleich zum Bild eins. Hier sieht man den Deckel und zwei lange Schrauben (im Bild eingezeichnet). Eine Schraube ist mit einem Kupferring (Ölkanalbohrung).
    Schrauben lösen und den Deckel mit nen Gummihammer leicht runterklopfen.

    Bild 2 und 3. Der Deckel ist ab und mir kam schon das erste Teil entgegen auf Bild 3 das Kugellager mit Druckstück. Das Kugellager wird erneuert da dies ein axialspiel hat.

    Bild 4 zeigt den Deckel von innen. Hier kommt nur die Dichtung ab und wird etwas gesäubert der rest bleibt.

    Bild 5 und 6. Hier habe ich die Schrauben für die Druckfedern gelöst. Die Schrauben hier am besten im Stern lösen und immer schritt für schritt. (schont das gewinde).

    Bild 7,8 und 9. Die Schrauben und die Federn sind ab. Jetzt musste ich mir wieder ein Werkzeug basteln um den Kupplungskorb zu lösen. Natürlich gibts eins zum kaufen aber das hätte zu lange gedauert ;). Hier ganz einfach eine Edelstahlleiste mit zwei Bohrungen und in der mitte eine Aussparung. Dazu zwei 7mm bolzen die genau in die Bohrungen des Mitnehmers passen und fertig. Also Sicherungsblech runterklopfen werkzeug drauf und Mutter lösen.
    Hier auch ganz wichtig auf Bild 8 sieht man einen Pfeil auf der Kupplungsnabe dieser fluchtet mit dem Pfeil auf der Druckplatte (hinten)

    Hier auf Bild 10 sieht man die Kupplung in der richtigen Reihenfolge. Scheibe->Kupplungskorb->Scheibe->Kupplungspaket->Sicherungsblech und Mutter

    Bild 11. Soo der Kupplungskorb ist ab und jetzt sieht man die beiden Zahnräder der Kurbelwelle und Ausgleichswelle. Wichtig ist hier die Makierungen müssen fluchten.
    Und am besten die Muttern jetzt gleich lösen später wirds um einiges schwieriger. Die Kurbelwelle blockieren -> Sicherungsblech runterklopfen und die Muttern lösen.

    Auf bild 12 sieht man die Schaltwelle. Merken wie diese drinn war und kurz drann ziehen dann müsste sie rausgehen.

    Zur Ölpumpe komme ich später.

  • so leute heut gehts mal wieder weiter nach einer Zwangspause. Mein Auto hat kurzzeitig gestreikt hier musste ein neuer Wasserkühler rein. Alter ist durchgegammelt ->VW :Nichts: .

    Fangen wir mal bei der Ölpume an(Bild 2). Zuerst wollte ich diese erst nicht ausbauen aber da ich Spiel am Pumpenrad festgestellt habe wollte ich wissen was los ist.

    Also ausgebaut und erstmal eine der 4 Kreuzschrauben rund gemacht-> ausbohren (Bild 3) :cursing: .

    Als die Pumpe offen war gabs zwei Probleme. Die Welle des Pumpenrades läuft im Alugehäuse ohne jegliche lagerung (folge natürlich eingelaufen) und das Zahnrad hatte schon tiefe Riefen (Bild 4). Eigentlich für die kurze Laufzeit sehr komisch.
    Hier muss eine neue her!

    Bild5-8.
    So jetzt gehts ans gehäuse.
    Alle störenden Teile sind jetzt weg und man kann die Schrauben rund um die Gehäusehälfen entfernen.
    Hier habe ich mir wieder die Schraubenlängen makiert welche wohin kommt. Kurz, Mittel, Lang. Dies muss man nicht unbedingt machen aber der Zusammenbau geht um einiges schneller wenn man nicht rätseln muss welche Schraube wohin.
    Wenn alle schrauben raus sind kann man beginnen die Gehäusehälften vorsichtig zu trennen. Am besten gelingt dies durch leichte schläge mit einen Gummihammer. Damit das Lager der KW nicht verklemmt gleichmäßig an jeden Eck leicht draufhauen. So sollten die beiden Hälften langsam auseinander gehen.
    Ist ein Lager der KW aus der Gehäusehälfte raus dann den Motor mit der Kupplungsseite nach unten auf den Tisch legen und die andere Hälfte abnehmen.
    Die Innereien sollten dann alle noch in der unteren Hälfte sitzen.

    Bild 9 und 10 zeigt die beiden Hälften nach dem auseinandernehmen. Das Getriebe sitzt noch komplett in der unteren Hälfte. Das hat den großen vorteil dass man jetzt in ruhe das Getriebe auseinandernehmen kann und danach weis wo alles wieder hingehört.

    Bild 11-14 Hier gilt wieder: Es gibt nicht zuviele Fotos davon.
    Die Makierung der Schaltnockenstellung (Neutralstellung) ist für mich eine kleine Hilfestellung für den Zusammenbau.

    Bild 15 wenn alles dokumentiert ist gehts danach recht fix. Einfach die Zahnräder bzw. die Wellen nach oben rausziehen.
    Wichtig auf Distanzscheiben achten.

    Bild 16 jetzt noch alles gut verstaut und kurz makiert wo oben und unten war dann sollte es später keine bösen überraschungen geben.

    Jetzt gehts erstmal an die ersatzteile und kugellager.

  • servus alle,

    keine angst ich hab mein Motor nicht vergessen. Und es geht auch schon bald weiter. 8)

    Es sind jetzt soweit alle Ersatzteile zusammen die ich brauche. Die Kurbelwelle ist auch schon bei einer Firma die mir das neue Lager drauf macht. Das mit dem Steuerkettenritzel war mir nun doch zu heitel. Sollte hier die Steuerzeit nicht passen holt dich der Teufel. Da lass ich einen Fachmann ran der das öfters macht und auch die nötigen Werkzeuge dafür hat.

    So hier noch ein Bildchen von den ganzen Graffel.

  • soo heut hab ichs geschafft mal wieder etwas weiter zu machen.

    Beim Dichtungssatz waren die Ventilschaftdichtungen auch mit dabei also mussten die auch mit raus.

    Bild 1.Fangen wir mal an. Als erstes musste der Lagerbolzen raus für die Hebel. Da in dem Bolzen ein M6er Gewinde ist ging dies recht fix. Einfach eine Platte mit einer 6er Bohrung und eine lange Schraube. So kann man den Bolzen langsam *rausschrauben*.

    Bild 2. hier der ausgebaute Lagerbolzen und Kipphebel

    Bild 3. hier sieht man als nächstes das Ventil und den Federteller.

    Bild 4 und 5. Als nächstes habe ich mir eine Vorrichtung gebastelt um die Ventilfedern niederzudrücken. Natürlich gibts dies auch zu kaufen aber der Aufbau ist recht simpel einfach nachzumachen schaut einfach die bilder an.

    Bild 6 und 7. Beim niederdrücken der Ventilfeder löst sich der Federteller vom Ventil und man kann die beiden Keile rausnehmen dies geschieht am einfachsten mit einem Magnetstab. Auf Bild 7 sieht man die entspannte Feder.

    Bild 8. Ventil und Feder herausgenommen.

    Bild 9 und 10. Jetzt gehts zur eigentlichen Dichtung. Auf Bild 9 sieht man sehr gut die Ventilschaftdichtung (auf dem foto grün) und diese bekommt man sehr leicht mit einer Spitzzange oder ähnlichem raus. Einfach kräftig kurz drann ziehen und dann sollte diese abgehen.

    Bild 11 zeigt die alte ausgebaute grüne Dichtung und die neue schwarze.

    Bild 12 Hier beim einbau der neuen Dichtung ist darauf zu achten, dass man beim drücken nur auf die Metallfläche drückt und nicht auf die Dichtlippe dies geht am besten mit einen passenden stück Rohr. Die Dichtung selbst kann man dann von hand leicht rauf drücken.

    Bild 13 und 14 Jetzt wieder alles zusammenbauen. Die Hebel in position bringen und danach die Lagerbolzen wieder reindrücken. Ich habe die Bolzen kurz in die Gefriertruhe gelegt und den kopf etwas erwärmt so kann man die Lagerbolzen leicht mit der hand reindrücken.

  • Ich hatte wieder etwas zeit :)

    Diesmal gehts um den Seitendeckel der Lima.

    Als erstes Spule samt Pickup ausgebaut und das Lager rausgezogen danach hab ich den deckel gereinigt und die Dichtfläche von Dichtungsresten entfernt ganz easy :))

    Bild 1. Nach der reinigung wieder alles reingeschraubt und ein neues Lager verpresst. Hier habe ich gleich ein Tipp: Neben den Seitendeckel liegt ein Aussenring eines alten Kugellagers diese verwende ich als Hülse zum Reindrücken des neuen Lagers passen perfekt und kostet nichts.

    Bild 2. Ich glaube die Kenner wissen es, dass der Wellendichtring im Limadeckel ein besonderes Maß in der Breite hat.
    Die Original verbaute größe ist 28x52x8.2. Diesen Wdr bekommt man nur als Originalersatzteil und ist nicht gerade billig. Ein gängiger (ähnlicher) Wdr hat die Maße 28x52x7 und kostet nichtmal ein drittel. Siehe Bild 2 rechts original Wdr und links eine Standartgröße.
    Damit zwischen Halteplatte, Wdr und dem Kugellager keine Lücke entsteht habe ich mir eine Aluscheibe (Bild2 links) mit der Stärke 1,2mm gedreht und diese zwischen Kugellager und Wdr gesetzt.
    Jetzt entspricht es wieder einem Wdr mit der stärke von 8,2mm und die Halteplatte drückt leicht gegen den Wdr somit hat dieser einen festen Sitz.

    Bild 3. Platte drauf und fertig für den einbau.

  • ich bin echt beeindruckt,
    a. von deiner dokumentation. die ist ja echt wsh-fähig. :respekt2:
    und b. von deinem einfallsreichtum, was spezialwerkzeugersatz und ersatz-ersatzteile betrifft.

    eigentlich unerklärlich, weshalb du bisher so wenige danksagungen bekommst. kommt vielleicht noch.

    wenn jetzt deine karre nach zusammen- und einbau noch funktioniert, ist alles echt super. :wiegeil:

  • ich bin echt beeindruckt,
    a. von deiner dokumentation. die ist ja echt wsh-fähig. :respekt2:
    und b. von deinem einfallsreichtum, was spezialwerkzeugersatz und ersatz-ersatzteile betrifft.

    eigentlich unerklärlich, weshalb du bisher so wenige danksagungen bekommst. kommt vielleicht noch.

    wenn jetzt deine karre nach zusammen- und einbau noch funktioniert, ist alles echt super. :wiegeil:


    etz übertreib mal nird ;)

    aber trotzdem Danke fürs feedback :thumbup: