Hier meine kleine Nachlese der Ardennenausfahrt.
Am morgen ging es ca um 9Uhr zum zum Treffpunkt an einem Versammlungsheim im Ortskern von Bièvre. Im Ort selber standen zig Fahrzeuge bereit, was schon ein beeindruckender Anblick für mich war, weil ich noch nie soviele Quads auf einen Haufen gesehen habe.
https://youtube.com/shorts/iNodO9nmmYU
Im Heim musste man zunächst einen Fahrzeugbogen ausfüllen inkl VIN des Fahrzeugs. Damit ging man zum nächsten Tisch, wo man nach Vorlage des Bogens und der Bestätigung/Startnummer einen Schlapp aus LKW-Plane bekam mit der Startnummer nebst Befestigungsstrippen, Essens- und Getränkegutscheine und ein Infoblatt.
Die Startnummer ist nicht identisch mit der Startnummer aus der Bestätigungsemail letztens.
Wer wollte konnte den ersten Gutschein „Frühstück“ schon für einen Kaffee und Croissant einlösen.
Die Startnummer konnte man sich entweder über den Kopf ziehen und am Körper befestigen oder am Fahrzeug befestigen.
Alle Informationen, Papierbögen, Aushänge oder ähnliches waren dreisprachig vorbereitet. französisch, holländisch und deutsch.
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Auf dem Infoblatt standen Infos zur Ausschilderung der Strecke und was bei Panne oder Unfall zu tun ist. Auch dafür war viel vorbereitet. Es gab sowas wie „Checkpoints“, 18 einlaminierte Wegmarken mit dicker Zahl und Notfallnummer drauf ca alle 5km. Den km-Zähler sollte man auf Null stellen beim Start. Im Notfall, sollte man den Abschnitt nennen und den km Stand und im besten Fall noch via google maps die Koordinaten. Auf diese Weise hätten die Helfer schnell gewußt, wo sie hinmüssten. Ich hoffe, es hat niemand gebraucht.
Die Strecke selber war perfekt ausgeschildert bzw markiert. Bei Abbiegungen o.ä. sollte man immer der mit Sägemehl markierten Spur folgen, die bei Abbiegungen/Kurven rechts vom Fahrzeug zu sehen war. Schilder mit Pfeilen oder Warnschildern bei Überquerungen von öffentlichen Straßen hingen auch an allen relevanten Stellen.
Hier ein paar Eindrücke der Streckenverhältnisse.
https://youtu.be/pICFO2j9duU
https://youtube.com/shorts/khi1WsnyiJ0
https://youtu.be/zgSLzFKezsE
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Es gab genügend Möglichkeiten nach eigenem Gusto zu pausieren. Sich an Leute dranhängen, in Gruppe fahren oder sich zurückfallen lassen und alleine in seinem Tempo zu fahren. Wer langsam fährt in schmalen Passagen, fährt kurz ran und lässt die hinteren überholen. Hier und da waren Kontrollettis vom Forst und der Polizei zu sehen.
Ich würde behaupten, die Strecke selber ist für jeden zu fahren, der ein Quad auch im Alltag fährt. Ich brauchte nicht einmal Allrad oder Diffsperren, um irgendwo lang zu kommen. Die Strecke beeindruckt schon allein durch die schiere Länge (ca 120km), wovon 80-90% über Wald- und Feldwege führten. Es ist ja nicht einfach in Mitteleuropa legal 120km am Stück „offroad“ fahren zu können. Auch die Anlage des Kurs als Einbahnstraße hat es erlaubt ein bißchen anders durch die Wege zu fahren, als man es daheim machen würde, wo du nie weißt, ob nicht wer aus der nächsten Kurve entgegen kommt. Und landschaftlich war die Strecke auch reizvoll und interessant und bot viele schöne Ausblicke.
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https://www.komoot.com/de-DE/tour/287…E4Olb26Ac1NfZKv
Nach gut 3-4 Stunden ist der Spaß dann auch schon vorbei. Zurück am Startpunkt gibt man die Startnummer wieder ab und ich hab mir mit den Gutscheinen ein Mittagsessen und 2 Getränke gegönnt, um meine Speicher wieder aufzufüllen. Auch dies war alles super vorbereitet. Es gab Pommes mit 2 großen Hackfleischbällchen in Tomaten-Paprika-Soße. Zum Nachtisch gabs selbst gemachten Kuchen, den ich für mein Frühstücksgutschein bekam.
Dann noch ein bißchen die anderen Maschinchen angeguckt und mit n paar Fahrern ins Gespräch gekommen.
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Und dann hieß es, auffi. Quad verladen und für erfrischende 1,79€ vollgemacht und ab heimwärts.
Alles in allem ne tolle Veranstaltung. Und schön zu sehen, wie (gefühlt) das halbe Dorf mithilft.
Würde ich nochmal extra aus Bielefeld anreisen? Ich denke eher nicht. Ich habe es jetzt nicht bereut, und ich kann es nun von meiner Bucket-List streichen.Denn nochmal nur für diese Ausfahrt insgesamt hin+rück 900km mit Hänger anzureisen, ist es mir doch nicht wert. Dafür fand ich persönlich die Strecke nicht herausfordernd genug und kenne hier bei mir in der Gegend genügend Routen/Touren, wo ich ähnlich auf meine Kosten komme - wenn auch nicht 120km legal am Stück. Würde ich dort in der Gegend wohnen oder max 100km anreisen oder bin dann eh dort auf Urlaub und fahre zb den TET, würde ich das schon hier und da mal wieder machen.