YFM 700 R welches fett und öl und wie oft ?

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  • hallo,

    hab seit kurzem ne YFM 700 R (BJ 2009) und nu würde mich mal interessieren wie ihr es mit dem fett für die lager, dem öl und der kette haltet?
    d.h. wie oft macht ihr einen ölwechsel (wie angegeben oder öfter) und welches öl verwendet ihr ?
    wie oft schmiert ihr die lager ab und welches fett ist zu empfehlen im handbuch wird ja ein lithiumseifenfett empfohlen oder gibts da was besseres ?
    wie reinigt ihr die kette, nur mit wasser oder gibts da was spezielles und welches kettenöl ist zu empfehlen?

    danke und gruß
    marco

  • Also Ölwechsel würde ich alle 3000km machen Öl ist ja meistens 10W40 und Fett für die Lager keine Ahnung normale Lagerfett halt.
    Kette fetten: ich mache alle 500km die Kette sauber mit Bremsenreiniger oder von Castrol gibt es beim Kettenfett immer einen Reiniger mit dabei.
    Man sagt alle 500km oder nach jeder Geländefahrt bzw. Regenfahrt.
    Auf keinen Fall die Kette mit Wasser sauber machen.
    http://www.louis.de/_1059ec2f617cc…tnr_gr=10059024

    Moseltour 2012
    Quad N' Grill 2010, 2011, 2012 2013 ich war dabei und habe überlebt.Tirol Tour 2014 mein A.... tut immer noch weh aber es war geil ;)

    Gruß
    Maik

  • Die Meinungen gehen bei Produkten wie Öl, Fett und Pflege meist weit auseinander. Meine Erfahrung ist, meistens ist das teuerste mit den meisten tollen Versprechungen das schlechteste Produkt. Ich hab keine Ahnung was lithiumseifenfett sein soll, aber ich würde da genauso wenig Wert drauf legen wie auf auf Shell V-Power in meinem Tank. Man muss ja nicht unbedingt Vaseline als Lagerfett benutzen aber ein ganz normales Lagerfett ausm Fachhandel tuts garantiert. Ich weiß man will seinem geliebten Quad was besonders gutes tun, aber am Ende tut man nur seinem Geldbeutel weh. Viel wichtiger ist es regelmäßig nachzufetten, das erhöht ganz sicher die Lebensdauer.

  • moin moin,

    hab hier was von nem kumpel zum thema fett bekommen:

    Calciumseifen-Schmierfette
    Calciumseifen-Schmierfette, auch Kalkfette genannt. Ihr Einsatz überdeckt einen Temperaturbereich von ca. -40 °C bis +60 °C bei sehr guter Wasserbeständigkeit. Werden diese Fette über 60 °C erhitzt, so erweichen sie ohne nach Abkühlung wieder in ihre Konsistenzklasse zurückzukehren. Im Kfz-Bereich waren sie lange Jahre unter der Bezeichnung "Abschmierfett" im Einsatz. Ihre Verwendung ist stark rückläufig.

    Natriumseifen-Schmierfette
    Natriumseifen-Schmierfette, auch Natronfette genannt, sind für Einsatztemperaturen bis ca. 100 °C geeignet. Sie wurden daher über lange Jahre auch als „Heisslagerfett" bezeichnet. Dies ist heute irreführend, da oft mit Einsatztemperaturen über 100 °C zu rechnen ist. Auch wird häufig die Bezeichnung „Wälzlagerfett" verwendet, da diese Schmierfette die ersten in grösserem Umfang in Wälzlagern eingesetzten Produkte waren. Heute werden in Wälzlagern im Regelfall Lithiumseifen-Schmierfette verwendet. Natriumseifen-Schmierfette sind nicht wasserbeständig, bieten aber bei geringem Wasseranfall einen hervorragenden Korrosionsschutz durch Bildung einer Emulsion. Ihr grosser Vorteil ist ihre faserige Struktur, die sie für den Einsatz in langsam laufenden Getrieben prädestiniert. Bei kurzzeitiger Erwärmung über den Tropfpunkt bilden sie sich nach Abkühlung in ihre Ausgangsstruktur zurück.

    Lithiumseifen-Schmierfette
    Lithiumseifen-Schmierfette werden seit Anfang der 50er Jahre produziert. Die Metallseife kann von unterschiedlicher Qualität sein. Heutige Spitzenqualitäten sind nur mit Lithium-12-Hydroxistearat darstellbar. Lithiumfette dieser Qualität sind ausreichend wasserbeständig und gleichzeitig auch thermisch hoch belastbar; ihr Gebrauchstemperaturbereich reicht von ca. -20 °C bis +130 °C. Dieser Fett-Typ vereinigt günstig die Vorzüge der Calcium- und Natriumfette ohne deren Nachteile. Lithiumseifen-Schmierfette sind deshalb heute die meistbenutzten Schmierfette.
    Die Seifenarten Lithium, Calcium und Aluminium finden auch als Komplexseifen-Schmierfette in höherwertigen Ausrichtungen Verwendung. Sie weisen sehr viel höhere Tropfpunkte als die normalen Metallseifenfette auf. Ihre Einsatztemperatur ist je nach Grundstofftyp von -50 °C bis 160 °C, sie muss jedoch immer unterhalb ihres Tropfpunktes liegen.

    Calciumkomplexfette
    Diese Fette werden aufgrund ihrer guten Wasserverträglichkeit gerne in nassen Anwendungen eingesetzt. Bei höheren Temperaturen und längerer Lagerzeit neigen sie zur Verhärtung, weshalb sie bei Verlustschmierung mit permanenter Nachschmierung benutzt werden. Ihr Einsatztemperaturbereich liegt bei 130 °C, kurzzeitig bei 140 °C.

    Aluminiumkomplexfette
    In Hochtemperaturanwendungen um 150 °C haben sich Al-Komplexfette sehr gut bewährt, selbst auftretende Spitzen von 200 - 220 °C können sie bei Einsatz temperaturstabiler Basisöle kurzzeitig beherrschen. In Kombiantion mit Festschmierstoffen wie Molybdändisulfat oder Graphit werden sie in Getrieben für Drehöfen oder anderen thermisch belasteten Anwendungen eingesetzt. Durch ihre sehr hohe Wasserbeständigkeit finden sie Anwendung in Wasserbau und Schifffahrt.

    Lithiumkomplexfette
    Wie die zwei vorgenannten Komplexfette besitzen Lithiumfette einen Tropfpunkt von etwa 250 °C und sind bis zu Temperaturen um 150 °C einsetzbar. Bei Verwendung synthetischer Grundöle kann ihr Einsatztemperaturbereich gesteigert werden. Sie werden bevorzugt in schwerzugänglichen Lagern der Industrie sowie PKW- und LKW-Radlagern verwendet.

    PTFE-Fette
    Fette, die mit Polytetrafluorethylen (PTFE) verdickt sind, weisen sehr hohe chemische Beständigkeit auf. Sie wirken stark reibungsmindemd. Sofern spezieile Grundöle verwendet werden, eignen sie sich zur Langzeit- oder
    Lebensdauerschmierung bei hohen bis sehr hohen Temperaturen.

    Seifenfreie Schmierfette
    Diese Fette zeichnen sich durch einen hohen Tropfpunkt und durch hohe mögliche Einsatztemperaturen aus.
    Die Eindicker dieses Fetttyps können anorganische oder organische Produkte sein, wobei als wichtigste folgende Komponenten zu nennen sind:

    Silicagelfette
    auf Kieselsäure-Basis
    Silicalgelfette bestehen aus Kieselsäure und Mineralöl, wobei die Kieselsäure in einer amorphen, sehr feinen Form vorliegt. Der Eindickungseffekt ist relativ gering, die Fette zeigen thixotropes Verhalten*.

    Bentonitfette
    auf Tonerde (Aluminiumsilikat) -Basis
    Bei Bentonitfetten muss die Einsatztemperatur beachtet werden, da das Basisöl in der Silikatstruktur festgehalten und bei hohen Temperaturen oxidiert wird, ohne dass eine Phasentrennung von Öl und Verdicker eintritt. Verkokte Lager und Rohrleitungen können die Folge sein.

    Polyharnstofffette
    auf Harnstoffderivat-Basis
    Polyharnstofffette werden eingesetzt wenn Li-Komplexfette versagen, d.h. die Anwendung über einer Dauertemperatureinsatzgrenze von 160 °C liegt. Neben ihrer Hochtemperatureignung haben Polyharnstofffette eine ausgezeichnete Wasserverträglichkeit und Verschleissschutzeigenschaften, sowie hohen Korrosionsschutz.
    * Schlagartiger Übergang von festen in flüssigen Aggregatzustand

    Gruß
    Marco

  • Wieder was gelernt.
    Ich verwende lithiumverseiftes Fett für meine Schwinge oder wenn ich irgendwo ein Lager einbauen muß, scheint also die richtige Wahl zu sein. Hab auch schon MoS-Fett und Graphit-Fett verwendet, aber durch die schwarze Farbe ergibt das schnell eine richtige Sauerei.

    Gruß Hank

  • tyros 31. Oktober 2022 um 13:12

    Hat das Label Motor, Antrieb, Abgasanlage hinzugefügt.