Spürbare Unwucht ab ca. 45 km/h

Jetzt mitmachen!

Du hast noch kein Benutzerkonto auf unserer Seite? Registriere dich kostenlos und nimm an unserer Community teil!

  • 'N Abend,

    während des Fahrens ist eine Unwucht zu spüren, die etwa ab 45 km/h einsetzt; diese Unwucht hat es nicht bis 45 km/h und, unabhängig der Drehzahl, auch nicht im Neutralgang.

    Alle Getriebelager wurden erneuert, inkl. Lager im Variodeckel; diese Unwucht hatte es zeitweilig vor dem Lageraustausch, doch nach dem Lageraustausch ist diese Unwucht teils stärker als zuvor.

    Nun hab' ich mir mal den englischsprachigen Text eines Wartungshandbuches zur MXU 300 ins Deutsche übersetzt.

    Der Part, der die Verbindung zwischen Getriebe und Kardanwelle herstellt, hat eine eigene Welle mit 3 Lagern, (die nicht getauscht worden sind), und wird via 4 Schrauben mit dem Getriebegehäuse verbunden; in dieser Übersetzung ist nun zu lesen, daß diese Welle zu drehen ist, während diese 4 Schrauben angezogen werden. Anzuziehen sind diese dabei so, wie die 4 Muttern bei der Felge, also gegenüberliegend.

    Das, was in dieser kleinen Übersetzung weiterhin zu lesen ist, ist, das diese 2 Kegelräder, die letztlich das verbindende Element zwischen Getriebeausgangswelle und Kardanwelle darstellen, schwergängig würden, wenn diese 4 Schrauben nicht entsprechend der Vorgabe angezogen worden sind.

    Diese Schwergängigkeit ist manchmal vorhanden und wurde auch vom Vertragshändler bei Zusammenbau des Getriebes bemerkt.

    Daß diese 4 Schrauben so angezogen worden sind, wie es die Vorgabe ist, kann ich mich nicht erinnern.

    Meine Frage nun ist, ob diese Unwucht auch darauf zurückzuführen sein könnte?

    mfg
    wauhoo

  • Passt denn die Unwucht zu der Drehzahl der Radumdrehungen oder ist sie deutlich häufiger, also schneller?

    Da bin ich mir nicht so sicher; hab' ja durchaus Radlager in Verdacht, aber der Vertragshändler kann nichts feststellen.

    Hierzu ist auch zu schreiben, daß das Fahrzeug nach längerem Stehen, bspw. über's WE, nahezu stets holprig losfährt, wobei der Boden diese Holbrigkeit nicht hergibt. Ist das Fahrzeug längere Zeit im Einsatz und steht nur kurz, ist diese Holbrigkeit nicht zu spüren. Konnte ja auf fehlerhafte Radlager hindeuten?

    Diese spürbare Unwucht brachte mich dazu, vor wenigen Tage gerade einmal höchstens 40 km/h zu fahren, gestern am Samstag waren es schon wieder bis 60 km/h; diese Unwucht war hier nur dezent vorhanden.

    Aufgefallen ist mir aber auch noch, wenngleich das auch nur "gefühlt" sein kann, daß sich der rechtsseitige hintere Fahrzeugbereich unbeladen und per Hand leichter einfedern läßt, als der linksseitige. Da das Fahrzeug hinten ja nur ein mittleres Federbein hat, sollte das eigentlich nicht sein?

    Manchmal höre ich auch ein metallisches Knacken, wenn ich das Fahrzeug mit eingelegtem Gang bei Motor-aus per Hand vorwärts oder rückwärts schiebe; (die Gangindexierung stimmt überein). Im Neutralgang, wo sich das Fahrzeug auch leichter schieben läßt, ist kein solches gelegentliches metallisches Knacken zu hören.

    Für mich ist die Frage, ob beim Getriebezusammenbau etwas falsch zusammengebaut worden sein kann? Bzw., was kann sich im Laufe von nun fast 60 tkm im Antriebsbereich derart abnutzen, daß es solches bewirkt?

    Die Lager wurden erneuert, eine Schaltklaue wurde erneuert, der Rest ist unverändert.

  • kann leicht sein das nach einer Standzeit die Reifen abgeflacht sind weil einfach der niedrige Luftdruck nicht ausreicht - hatte ich auch obwohl ich das Quad immer mal wieder hin- u. hergeschoben hab. Ich würde mal ordentlich Druck in die Reifen machen (nicht mehr als den zugelassenen Maximaldruck) - das sollte den Reifen schon wieder in Form bringen. Über die Wintermonate oder wenn der Rappen mal steht wird er hochgebockt so das die Räder weg vom Boden sind - seitdem ist Ruhe mit Unruhe am Lenker. Ist aufwändig aber dafür nervt nix mehr beim fahren.

  • Diese Unwucht ist seit heute etwas weniger, habe den Antriebsriemen ausgetauscht, die Rollen dazu und auch die hintere Wandlereinheit. Beim Variator, (also dem Teil, in dem die Rollen werkeln), ist es wohl Zeit, den auszutauschen; da ist doch relativ viel Spiel zwischen der neuen Variohülse und dem Gegenstück im Variator. Derzeit ist der 2. Variator verbaut, knapp 60 tkm sind erreicht, wären mit dem noch zu beschaffenden 3. Variator je 1 Variator auf ca. 30 tkm, ob das viel oder wenig Variatorverschleiß ist, weiß ich nicht.

    Diese Unwucht ist jedenfalls irgendwo im Antriebstrang, wo genau, ist mir noch unklar. Den Motor kann ich jedenfalls im Neutralgang hochdrehen, ohne daß irgendwas von Unwucht zu spüren wäre; diese Unwucht ist nur unter Last.

    Zu diesem "Standplatten"; den Begriff lese ich zum ersten Mal. Aber mehr Luft in die Reifen zu geben, kann ich eigentlich ausschließen, denn die Federung taugt schlicht nichts; ein wenig müssen die Reifen mitfedern können.

  • Zu diesem "Standplatten"; den Begriff lese ich zum ersten Mal. Aber mehr Luft in die Reifen zu geben, kann ich eigentlich ausschließen, denn die Federung taugt schlicht nichts; ein wenig müssen die Reifen mitfedern können.

    wird wohl auch nicht sein übers wochenende, es war aber gemeint da einmal richtig druck drauf zu geben das die reifen wieder in form kommen(mal nen tag stehen lassen z.b.) und dann mit dem normal druck wieder zu fahren.

    gruß Matthias

    "Lieber 50 Jahre brennen als 100 Jahre lodern."

    Freunde zu finden die die selbe "psychische störung" haben wie du..... UNBEZAHLBAR!!!

  • Diese Unwucht dürfte ein reines Getriebeproblem sein, inkl. Kardanantrieb, inkl. Hinterachsgetriebe?

    Paßt die Gangindexierung zu 100%, hat es diese Unwucht, paßt diese Gangindexierung nur zu ca. 90 %, hat es diese Unwucht nicht, dafür allerdings einen hörbar rauhen Lauf und ab dem Losfahrmoment, also unter Last, Lagerjaulen.

    Dieses Lagerjaulen hatte es vor der Getriebedemontage gelegentlich auch schon und diese Unwucht ebenso; wegen beidem wurde das Getriebe ja demontiert.

    Wie geschrieben, im Hauptgetriebe wurden alle Lager erneuert, nicht erneuert wurden die Lage entlang des Kardanstranges.

    Die Radlager können eigentlich ausgeschlossen werden; wenn das Fahrzeug im Leerlauf eine Gefällestrecke befährt, (Bahnunterführung), hat es weder Jaulen, noch Unwucht.

  • Der letzte Einsatz begann, wie der am Vortag aufgehört hatte; 100% Übereinstimmung bei der Gangindexierung = Unwucht; keine Unwucht bei ca. 90% Übereinstimmung bei der Gangindexierung. Nach ca. 1,5 h Einsatz fing das Fahrzeug während des jeweiligen Losfahrens an zu hoppeln, etwa 2 km lang, erst stark, dann schwächer werdend; dann stellte ich eine 100% Übereinstimmung bei der Gangindexierung her -> es hatte keinerlei Unwucht zur Folge, erneutes Hoppeln oder Ausfälle ebenfalls nicht. Allerdings wirkt es nun wieder so, wie bereits vor der Getriebedemontage, daß die Drehzahl ab ca. 45 km/h manchmal hochgeht, ohne daß das Fahrzeug nennenswert an Geschwindigkeit zunimmt.

    Diese Unwucht in einer Stärke, wegen deren das Thema eröffnet wurde, ist so erst einmal nicht mehr vorhanden; die Unwucht ist nicht gänzlich weg, aber sie ist nun eher als Hintergrundgeräusch hörbar und dieses erst ab ca. 55 km/h.

    Vielleicht lag es aber auch an den Minusgraden der vergangenen Tage, die im Antriebssystem etwas veränderte, was mit den aktuellen Plusgraden wieder irrelevant wurde? Metall dehnt sich ja bei Wärme aus und zieht sich bei Kälte zusammen? Keine Ahnung, ob solche temperaturspezifischen Auswirkungen möglich sind.

  • Ich oute mich mal, was meinst du mit Gangindexierung? Die Einstellung des Schaltgestänges?

    Ja, der Schalthebelarm, der auf der Schaltwelle befestigt wird, hat an einer Stelle ein Loch, der Getriebedeckel ebenfalls; die Schaltung ist dann richtig eingestellt, wenn beide diese Löcher zu 100% übereinstimmen, d.h. wenn sich ein runder Stab, der den Innendurchmesser dieser Löcher hat und beide zwecks Messung verbindet, widerstandsfrei drehen läßt.

    (Das ist jedenfalls die Theorie; diese Theorie stimmt in der Praxis aber nur dann, wenn beim Getriebezusammenbau aufgepasst wird und die Markierung der Schaltwelle zu der Markierung der anderen Welle passt, in die die Schaltwelle im Innern des Getriebes eingreift. Wie genau diese andere Welle jetzt heißt, weiß ich nicht; habe aber die demontierten Getriebeteile gesehen und auch die Markierungen an diesen beiden Wellen erkannt. Beide Wellen sind in einem kurzen Abschnitt miteinander verzahnt; die eine Welle hat auf Höhe dieser Verzahnung einen schwarzen Punkt, die zweite Welle hat 2 schwarze Punkte, beide Wellen stehen zueinander dann richtig, wenn sich der eine schwarze Punkt der einen Welle zwischen den zwei schwarzen Punkten der anderen Welle befindet; nur dann passt die gegenseitige Verzahnung, nur dann kann die Schaltung bei montiertem Getriebe korrekt eingestellt werden).